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Parteiportrait 2015: GLP – Grünliberale Partei

Allgemeine Ausrichtung

Die Grünliberale Partei will die Umwelt schützen, indem sie erneuerbare Energien fördert und die noch vorhandenen Grünflächen beibehält indem sie den Bau von dichteren Siedlungen vorantreibt. Sie setzt auf einen gesunden Finanzhaushalt und eine offene Wirtschaftspolitik, um die Wirtschaft zu stärken. Zudem fordert sie gesellschaftspolitische Reformen, wie die Gleichbehandlung von Ehepaaren und Konkubinaten und die Heiratsmöglichkeit für gleichgeschlechtliche Paare.

Positionen zu wichtigen politischen Fragen

Die Grünliberalen wollen eine nachhaltige Energiepolitik. Sie fordern dass die Verursacher von Umweltverschmutzung die entsprechenden Kosten tragen. Dadurch und durch Steuern auf umweltverschmutzende Energien (z.B. Kohle, Öl und Atomenergie) soll der Weg zu erneuerbaren Energien geebnet werden. Dabei fordern die Grünliberalen, dass die Kosten für die Stilllegung der Atomkraftwerke von den Betreibern getragen und nicht auf die Allgemeinheit abgeschoben werden.

Um die Altersvorsorge langfristig zu sichern, fordern die Grünliberalen eine Schuldenbremse und nachhaltig finanzierbare Renten. Dafür wollen sie, dass der Zeitpunkt der Pensionierung flexibler gewählt und auch länger gearbeitet werden kann. Damit wirken sie dem Trend engegen, dass im Verhältnis immer weniger arbeitende Personen für immer mehr Pensionäre zahlen.

Die Grünliberalen glauben, dass die bilateralen Verträge mit der EU für den Wirtschafts- und Forschungsstandort Schweiz von zentraler Bedeutung sind. Deshalb setzen sie sich für den Erhalt und die Weiterentwicklung des bilateralen Weges ein. Dieser hat klar Priorität vor einer strikten Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative.

Die Grünliberalen unterstützen die Weiterentwicklung der Armee. Der Auftrag und die Ausgestaltung der Armee sollen an Bedrohungen wie Terroranschläge oder Hackerangriffen angepasst werden. Daneben sollen Massnahmen zur Bewältigung eines Ausfalls der kritischen Infrastruktur (z.B. Strom- und Wasserversorgung, Telekommunikation) einen höheren Stellenwert erhalten.

Die Grünliberalen sehen in der liberalen Wirtschafts- und Finanzpolitik und dem flexiblen Arbeitsmarkt (keine übermässigen Regelungen für Löhne und Arbeitszeiten) der Schweiz einen grossen Standortvorteil. Die Unternehmenssteuerreform III unterstützen sie klar, um die Forschung zu stärken und gleichzeitig die Attraktivität und Akzeptanz des Unternehmensstandorts Schweiz zu sichern.

Bei der Familienpolitik fordern die Grünliberalen, dass Kindererziehung für Männer und Frauen mit dem Beruf vereinbar ist. Dafür soll der Wechsel von einem Mutterschafts- zu einem Elternurlaub umgesetzt werden. Zudem setzen sie sich für mehr Kinderhorte ein. Die Grünliberalen fordern ebenfalls eine vollumfängliche Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare sowie deren Zulassung zum Adoptionsverfahren.

Bei der Bildungspolitik sehen die Grünliberalen eine starke Volksschule, die parallele Ausbildung sowohl in der Berufsschule als auch im Betrieb und erstklassige Hochschulen als zentrale Voraussetzung für den Forschungs- und Wirtschaftsstandort Schweiz. Begleitend fordern sie die Ausbildung von mehr Personal im Gesundheitswesen.


Bibliographie [ afficher/masquer ]


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Zahlen & Fakten

Wähleranteil Nationalratswahlen

(2011): 5.4%

Bundesräte (2011): 0 (7)*

Nationalräte (2011): 12 (200)

Ständeräte (2011): 2 (46)

Kandidaten in fol­gen­den Kantonen:

AG, BE, BL, BS, FR, GE, GR, LU, NE, SG, SO, SZ, TG, TI, VD, ZG, ZH

Gründungsjahr: 2007

Mitglieder: ca. 18‘500

Homepage: www.grunliberale.ch

Wahlportal: walen.grunliberale.ch

Jungpartei: Junge Grünliberale

junge.grunliberale.ch

Positionierung:



Abb. 1: Positionierung

Quelle: Vimentis

Erklärung zur Po­si­tio­nie­rungs­gra­fik: Auf der ho­ri­zon­ta­len Achse be­deu­tet eine Po­si­tion links eine auf So­zia­les aus­ge­rich­tete Po­li­tik (mehr Um­ver­tei- lung) und eine Po­si­tion rechts eine wirt­schafts­ori­en­tierte Hal­tung (we­ni­ger Umverteilung).

Auf der ver­ti­ka­len Achse be­deu­tet eine Po­si­tion in der obe­ren Hälfte eine Wert­hal­tung der Mo­der­ni­sie­rung und Öff­nung, eine Po­si­tion in der un­te­ren Hälfte eine Wert­hal­tung der Be­wah­rung und Ab­schot­tung (Ab­gren­zung ge­ge­nü­ber Frem­den).

*in der Klam­mer je­weils die ge­samte Anzahl

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