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Schweizer Lebensmittelherstelle​​r rüsten sich für den Brexit

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Emmi, Nest­lé und an­dere schwei­zer Le­bens­mit­tel­her­s​​tel­ler haben sich auf den Aus­tritts Groß­bri­tan­ni­ens aus der EU vor­be­rei­tet, auch wenn noch viel Un­ge­wiss­heit über den Voll­zug herrscht.

In ers­ter Linie sei es Nest­lé wich­tig, den Kon­su­men­ten Groß­bri­tan­ni­ens und an­de­ren Län­dern in Eu­ropa - von der letzt­end­li­chen po­li­ti­schen Ei­ni­gung un­ab­hän­gig - Zu­gang zu Nah­rungs­mit­teln und Ge­trän­ken zu ge­währ­leis­ten, so der Fir­men­spre­cher des Her­stel­lers. Eine Maß­nahme von Nest­lé war es, die La­ger­bestände in Groß­bri­tan­nien zu erhöhen.

Ähnlich ging auch Aryzta vor, ein irisch-schwei­ze­ri­s​​che Her­stel­ler für Back­wa­ren. Ob­wohl Aryzta wei­tere Kühl­häu­ser or­ga­ni­siert hat und sich um al­ter­na­tive Lie­fe­ran­ten für seine Roh­stoffe bemüht, könnte die Trans­port­kette kurz­fris­tig ins Sto­cken ge­ra­ten. Die Aus­wir­kun­gen im ope­ra­ti­ven Ge­winn EBITDA soll­ten sich al­ler­dings in Gren­zen hal­ten, die Rede ist von we­ni­ger als 2 Pro­zent im Jahr 2019.

Emmi zieht al­ter­na­tive Pro­dukt­lö­sun­gen in Be­tracht, soll­ten sich Pro­bleme aus einem so­ge­nann­ten "har­ten Br­e­xit" er­ge­ben. Die Fir­men­spre­che­rin hat sich noch nicht dazu geäußert, ob damit eine Her­stel­lung in Groß­bri­tan­nien ge­meint ist, oder ob eine an­dere Lö­sung ge­prüft wird. Für Groß­bri­tan­nien pro­du­ziert Emmi in der Schweiz den Caffé Latte und Kä­se, in Deutsch­land Jo­ghurt und in Ita­lien Des­serts - zu den fünf wich­tigs­ten Märk­ten im Aus­land gehöre die Insel al­ler­dings nicht für den Milch­pro­du­zen­ten Emmi.

Bekannte Scho­ko­la­den­her­st​​el­ler sind eben­falls vom Aus­tritts Eng­lands aus der EU be­trof­fen. 2018 schaffte zum Bei­spiel Lindt & Sprüngli auf 253 Mil­lio­nen Fran­ken einen An­stieg von mehr als 11 Pro­zent. Damit ist der bri­ti­sche Markt für die Kilch­ber­ger der fünft­größte Markt in Eu­ro­pa, mit dem Um­satz­an­teil von 5,7 Prozent.

Mit mehr als 12.000.000 Ki­lo­gramm Scho­ko­lade und Com­pun­d-­Scho­ko­la​​de im Jahr be­lie­fert Barry Cal­le­baut den bri­ti­schen Fein­ge­bäck­her­stel​​­ler Bur­ton's - nachzuschlagen mittels neue Online-Prospekte. Um der an­stei­gen­den Nach­frage in allen mög­li­chen Sze­na­rien des Br­e­xits ent­ge­gen zu kom­men, die auf dem bri­ti­schen Markt herrscht, sei Bur­ton's der "ideale Partner".

Ein Licht­blick in der ak­tu­ell an­hal­ten­den Un­ge­wiss­heit ist die Ver­ein­ba­rung der Schweiz mit Groß­bri­tan­ni­en. Das Han­dels­ab­kom­men wurde Ende Fe­bruar zwi­schen Lon­don und Bern un­ter­zeich­net. Die­ter Weiss­kopf, der Kon­zern­chef von Lindt & Sprüng­li, sagte an der Bi­lanz­me­dien­kon­f​​e­renz, dass das Han­dels­ab­kom­men et­wai­gen Lie­fer­pro­ble­men vor­beu­gen soll­te. Im Falle eines ge­fürch­te­ten "har­ten Br­e­xits" würde es in Kraft tre­ten und soll das Schlimmste von der Schweiz und ihren Un­ter­neh­men ab­wen­den kön­nen.


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