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Gesundheit - noch vor Sicherheit und Freiheit

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Für eine so­ziale und Ihre per­sön­li­che Gesundheit!

 

So lautet mein Wahlslogan, der mich auf dem Weg zum Kantonsrat Zürich begleitet und eines meiner 3 Kernthemen anspricht.

Als praktizierender Arzt und Sohn eines Hausarztes erfahre ich tagtäglich in meiner Praxis, wo der Schuh beim Bürger drückt.

Natürlich sind Themen wie Sicherheit und Freiheit - die Leitthemen meiner Partei - ebenfalls wichtig. Im Jahre 2019 beschäftigt sich der Bürger aber nochmals um ein Vielfaches häufiger mit der sozialen und seiner persönlichen Gesundheit. Da tut es momentan offenbar empfindlich weh.

Es kränkelt im System, es droht sogar der Kollaps. Während beim Individuum vielleicht ein Herzinfarkt oder Krebsleiden zum Tode führt, so droht das soziale System durch ein parasitäres Sozialschmarotzertum ausgeblutet und mit Hilfe der Kassen vernichtet zu werden.

Zu glauben, die Kassen stünden auf der Seite des Bürgers, scheint mir in der heutigen Zeit weit gefehlt. Berechtigte Kostengutsprachen für notwendige medizinische Eingriffe bei kranken Bürgern werden beispielsweise von den Kassen oft abgelehnt, während gut organisierten und vielleicht juristisch unterstützten Antragsstellern wohlwollend unter die Arme gegriffen wird. Das Gleichgewicht stimmt nicht mehr in der Schweiz. Die Kassen werden zum Diktator und verfolgen vermehrt nur noch eigene Interessen.

Schaut man sich zur Veranschaulichung die Summe aller Marketingkosten der grossen Krankenkassen an, so stellt man fest, dass hierfür pro Jahr rund 1 Milliarde Schweizer Franken ausgegeben werden. Gelder, die für sinnlose Telefonaktionen und Werbspots zu Prime-Time-Zeiten verschleudert werden. Von den ausufernden Kaderlöhnen, die sich bei gewissen Kassen im fast 7-stelligen Bereich bewegen, ganz zu schweigen.

Leidtragen​​​de sind die Familien und der Mittelstand. Ein jährlicher Anstieg der Krankenkassenprämien muss nicht sein. Um dies zu verhindern, gilt es die verschwenderische Ausgabenpolitik der Kassen zu unterbinden. Zudem sollen Familien und der Mittelstand entlastet werden, die Kosten der obligatorischen Krankenversicherung soll vollumfänglich vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden können.

In Zukunft müssen sich Arbeiter, die sich tagtäglich den Hintern aufreissen, um über die Runde zu kommen, wieder gesund fühlen können. Gleiches gilt auch für alte und pflegebedürftige Menschen, die bis dato zugunsten der Sozialschmarotzer und dem Missverhalten der Kassen fast leer ausgegangen sind.

Auch braucht es eine Reduzierung der Bürokratie im medizinischen Umfeld. Während vor 30 Jahren der Hausarzt noch 14 von effektiv 15 Minuten seinem Patienten widmen konnte, bleiben hierfür heute nur noch 5 Minuten übrig. Weitere 5 Minuten benötigt das Abwickeln der Bürokratie (elektronische Krankengeschichte, Tarmed-Abrechnung etc.) und nochmals 5 Minuten benötigt die schon fast chronische Rechtfertigung bei den Kassen, warum man die jeweilige Behandlung beim Patienten vorgenommen habe. Der Arzt wird für fast jede Handlung zur Rechenschaft gezogen. Und dies meist von Menschen in Bürojobs, die überhaupt keine Ahnung von Medizin haben, einzig auf ihre eigene Provision hinarbeiten. Aus 15 wurden also 5 Minuten. Viel Zeit, die eigentlich dem Patienten gehören müsste.

Aber es ist noch nicht zu spät. Es muss nun allerdings etwas geschehen. Darum braucht es in der Politik und in den jeweiligen Kommissionen mehr Bürger mit medizinischem Hintergrund, um die Missstände zu beseitigen.

Für eine soziale und Ihre persönliche Gesundheit!

Stefan Locher

www.drstefanlo​​​cher.ch


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