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Streit um den Begriff «Black Friday» in Deutschland

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In Deutsch­land wird heute der Ge­brauch des Be­griffs Black Fri­day vor Ge­richt ver­han­delt, be­reits in zwei­ter In­stanz. In den letz­ten Jah­ren ver­langte eine Firma Ge­bühren für die Be­nut­zung des Na­mens in der Wer­bung, nun weh­ren sich meh­rere Fir­men wie etwa Puma oder PayPal da­ge­gen.

Dies führte und führt auch in der Schweiz Jahr für Jahr für Verwirrung: Darf man denn hierzulande als Händler seine Black Friday Angebote bewerben oder weicht man besser, wie das viele Händler in Deutschland machen, auf Fantasiebegriffe wie etwa «Black Freu-Day» oder «Red Friday» aus?

Die Antwort ist relativ klar. Ein Markenschutz beschränkt sich jeweils auf das Land, in dem der Schutz beantragt wurde. Dies war in Deutschland der Fall. In der Schweiz gibt es keine eingetragene Marke «Black Friday», weshalb der Begriff hierzulande frei von allen Detailhändlern verwendet werden darf.

Trotzdem dürfte auch dieses Jahr in der Schweiz mit Phantasiebegriffen geworben werden. Viele internationale Firmen planen ihre Marketingaktivitäten länderübergreifend und kreieren nur jeweils ein Visual. Ein Beispiel ist MediaMarkt mit seinem Red Friday, den es in der Schweiz, Deutschland oder auch Belgien gibt.

Noch einmal zurück zur Lage in Deutschland: Der Ausgang des Gerichtsverfahrens ist derzeit völlig offen. Zudem kann ein Urteil, wie es auch immer ausfallen wird, noch einmal bei der nächsten Instanz angefochten werden. Eine Lösung für diesen Streit ist derzeit nicht absehbar, höchstwahrscheinlich werden auch dieses Jahr Deutsche Händler, welche den Begriff Black Friday in ihrer Werbung einsetzen, mit Abmahnungen rechnen müssen.

 

Zum Black Friday in der Schweiz

Im Jahr 2015 hat Manor den Black Friday als erster grosser Händler in die Schweiz gebracht. Seither machen jedes Jahr mehr Detailhändler mit eigenen speziellen Aktionen mit. Das Shopping-Event hat sich in den letzten Jahren zum umsatzstärksten Tag des Jahres entwickelt. Über 300 Shops dürften im 2019 mitmachen.

Damit man den Überblick über die vielen Deals nicht verliert, lohnt sich ein Blick auf verschiedenen Black Friday Plattformen wie etwa blackfridaydeals.ch, preispirat.ch/Black-F​​riday/ oder Black-Friday.ch. Auf diesen Websites werden die verschiedenen Aktionen redaktionell aufbereitet und von anderen Nutzern kommentiert. So ist auf einen Blick ersichtlich, welche Deals sich lohnen, und welche nicht.


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Willi Frischknecht sagte September 2019

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Franz Krähenbühl parteifrei sagte September 2019

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