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So sichern wir die AHV

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ich bin für ein ein­kom­mensab­hän­gi​­ges Ren­ten­al­ter - wer wenig ver­dient (also eine wenig nach­ge­fragte Ar­beit mit tiefer Wert­schöp­fung macht), kann früher in Pen­sion ge­hen, wer viel ver­dient (also of­fen­sicht­lich schwer er­setz­bar ist), ar­bei­tet län­ger. Als Mess­grösse sollte das Ein­kom­men der letz­ten 10 Jahre vor der Pen­sion gelten.

 

Die Vorteile dieser Lösung sind vielfältig:

=> Sie ist ideal für die Bedürfnisse der Wirtschaft: Gesuchte Spezialisten bleiben länger verfügbar


=> Andere Sozialkosten werden vermieden (z.B. Arbeitslosengeld für Langzeit-Altersarbeit​slose, Sozialhilfe für Working Poor)

=> Die AHV-Finanzierung wird verbessert: Gute Beitragszahler zahlen länger, während bei frühpensionierten Working Poor kaum nennenswerte Beiträge verlorengehen (bei der klassischen Flexibilisierung ist es umgekehrt: v.a. Arme sind zum länger Arbeiten gezwungen, obwohl dies der AHV kaum was bringt). Dadurch kann das Richt-AHV-Alter unverändert bleiben.
=> Gleiches AHV-Alter für Mann und Frau wird elegant an das Erreichen der Lohngleichheit gekoppelt

=> Leute mit guten Jobs arbeiten oft auch gerne länger, während leute in Niedriglohnbranchen häufig vor 65 ausgebrannt sind.


=> Wenn der Grossverdiener trotzdem mit 60 Feierabend machen will, kann er das trotzdem, allerdings auf eigene Kosten (Beitragspflicht bleibt bis zum einkommensgemässen Norm-Rentenalter). Aber er kann es sich ja leisten.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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75%
(4 Stimmen)
Georg Bender sagte September 2019

Diese Frage stellt sich nur, wenn man die das Geldsystem in der
Entstehung und Auswirkung für die Abdeckung der gegenseitigen Leistungserbringung nicht verstehen kann, weil man die indoktrinierte Bildung nicht hinterfragen will oder kann.
Es ist reine Logik, denn niemand kann Geld ausgeben, bevor es ein Dritter getan hat. Damit verbunden ist die Realität, dass in der Geldschöpfung die Aufteilung für das Volumen Wirtschaft, Staat und Soziales enthalten sein muss! Somit sind die Abläufe systemimmanent. Der Rückfluss, oder Umlage, nicht bezahlen, wird als reine Spielform für die Regierenden, willkürlich über Subjekte und Substrate organisiert. Alle wähnen sich als Zahler. Die Frage der Mittelherkunft wird nicht gestellt.
Dabei steckt das Geld im Endpreis an den Nutzer! Umlage übe den Umsatz; denn Geld kann nie fehlen!
Die Betrügereien, welche weltweit funktionieren, werden von der Fakultät Judikative mit Gesetzen vernebelt oder gar erst ermöglicht!

Hinter​fragen, statt die Betrügereien bedienen! Aufwachen, wir stehen im 21. Jahrhundert!



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75%
(4 Stimmen)
Inge Votava sagte August 2019

Warum betreiben wir eigentlich eine Pflästerli-Politik? Warum haben wir nicht dem Mut zu einer Systemänderung? Das Umlageverfahren ist nicht in Stein gemeisselt wie weiland Moses 10 Gebote. Warum also es nicht abschaffen und die AHV mittels Steuern finanzieren? Sicher, die Bundessteuer würde teurer, aber bedenken Sie, dass dann auch die AG- und AN-Beiträge wegfallen würden. Und einen Generations-Komflikt hätten wir auch nicht mehr.


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60%
(5 Stimmen)
Dany Schweizer sagte August 2019

Völlig falsch, denn Ihre Aussage stimmt nicht.

Ihrer Meinung nach sind wenig Verdienende weniger wichtig? Und besser Verdienende seien unersetzbar?

Naja genau solche Worte sind zu erwarten. Aber stimmen absolut nicht, denn Sie wären vermutlich auch Einer der Ersten, die reklamieren würden, wenn in Ihrer Firma das WC nicht täglich gereinigt wäre, oder sie das selber machen müssten.

PS: auch diese Arbeiten gehören zur Produktivität einer Firma, nicht nur die "gut Verdienenden" die nach Zahlen angeblich LEistung bringen. Sämtliche Produktionsnebenkoste​n sind ebenso wichtig, wie die Produktionskosten alleine.

Ansonsten​ werden wir wie in anderen Ländern im Müll ersticken.


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100%
(4 Stimmen)
Philipp Kästli sagte August 2019

:-) Dass der erzielte Lohn etwas mit dem Wert der verrichteten Arbeit zu tun habe, sage nicht ich, sondern die Lehrbücher des Kapitalismus.

Aber wenn man das Argument verwenden kann, um Leuten, die lange zu einem tiefen Lohn hart gearbeitet haben, dafür eine frühere Pensionierung zu verschaffen, so werde gerne ein bisschen so tun, als glaubte ich daran :-)


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67%
(3 Stimmen)
Emil Huber sagte August 2019

Es ist aber so, dass sogenannte "unqualifizierte" oder weniger qualifizierte Arbeitsplätze gerne verschwinden. Sei es durch Automatisierung oder durch Auslagerung in andere Länder. Wobei der Stellenabbau schleichend stattfindet, indem natürliche Abgänge nicht mehr ersetzt werden. Oder z.B die Kassiererin, welche durch Self Scan Kassen ersetzt wird zwar andere Aufgaben bekommt jedoch braucht es dann dafür für diese anderen Aufgaben kein zusätzliches Personal mehr.

Somit für mich etwas schwer verständlich, weshalb die AHV Refinanzierung immer noch über Lohnprozente geschieht statt direkt über den Produktpreis welcher ohnehin sämtliche Faktoren enthält.

Stossend ist, dass wenn jemand gleich nach der Schule erwerbstätig wurde (aus welchen Gründen auch immer) bei Vorbezug der AHV trotzdem Kürzungen bei der AHV erfährt wie jemand welcher die Erwerbstätigkeit erst mit 20 oder gar noch viel später aufgenommen hat.

Zudem gibt es verschiedene Arbeitswelten. Für den Einen ist Arbeit das grosse Abenteuer, wonach er schon lange gesucht hat. Er oder Sie kann sich entfalten oder verwirklichen und bekommt noch dazu einen guten Lohn. Für den andern fühlt es sich mehr nach Zwang an und ist die Arbeit reiner Gelderwerb um überhaupt existieren zu können.

Glaubt Herr Schweizer, das Reinigungspersonal putzt ihm gerne die "Schei..." weg?
Doch verständlich, dass man bei solchen Jobs lieber etwas früher aufhört.

Das bedingungslose Einkommen welches abgelehnt wurde hätte hier etwas mehr Gerechtigkeit geschaffen indem solche eher unbeliebten Jobs besser bezahlt hätten werden müssen wenn man weiterhin Personal dafür finden wollte.

Aber mit Panikmache läuft die AHV Diskussion sowieso in die falsche Richtung.
Unsere AHV strotzt vor Gesundheit: Was also soll die Panikmache?

https:​//insideparadeplatz.c​h/2018/12/04/unsere-a​hv-strotzt-vor-gesund​heit-was-also-soll-di​e-panikmache/

Was man sich auch vor Augen führen müsste, vor der AHV wurde Lohn bezogen nach der Pensionierung wird AHV und BVG bezogen. Was erfordert wohl die größere Geldmenge?
Wer behauptet, es gäbe zu wenig Geld für ein anständiges Leben nach der Pensionierung ignoriert dass diese keinen Einfluss auf die Gesamtgeldmenge hat.




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50%
(6 Stimmen)
Ernst Jacob sagte August 2019

> Langzeit-Altersarbeit​​​slose, Working Poor, Arme, ausgebrannt ...

Oh weh, Wörter wie diese passen doch eigentlich gar nicht zu einer Wohlstandsgesellschaf​​t wie der Unseren. Aber für junge Leute wie Sie gehören wahrscheinlich diese Begriffe bereits zum standard Vokabular. Und als Grüner gehören Sie ja auch zu Denen, die mit immer mehr Vorschriften, Regeln, und Gebühren das Wohlstandsgefälle immer noch grösser machen. Es betrifft ja immer auch nur die, die solcherlei 'Unkosten' nicht irgendwo steuertechnisch abbuchen können, und damit natürlich auch Steuern sparen, zulasten der Armen und ausgebrannten Working Poor's.

Ich hätte einen einfacherern Vorschlag. Man könnte, mit der ersten AHV Ueberweisung, den Betroffenen einfach eine Tablette zusenden, die sie schmerzlos vom Uebel befreit, und die man dann nehmen kann, wenen es einem verleidet ist. Und der Staat würde so erst noch Geld sparen, und die Krankenkassen auch. Und man hätte so mehrere Probleme ganz einfach und erst noch elegant gelöst.

Die wohl einzig Leidtragenden wären Aerzte, Spitäler, und andere soziale Einrichtungen, denn so gäbe es natürlich auch weniger Jobs. Und komischerweise hat ja is dato noch nie jemand darüber gesprochen, wieviel Geld mit den Alten verdient wird, den Armen und den Reichen, und wieviele Leute nur dadurch eine gutbezahlte Arbeit und einen sicheren Lohn haben.

Unsere Vorfahren kannten noch gar keine AHV, und auch wir mussten für sie bezahlen. Aber kein Mensch hat sich darüber gegrämt, denn das System funktionierte ja auch nur so. Aber auch davon haben natürlich die Jungen keine Ahnung, deshalb gibt es ja das ganze Theater, darüber, wer für wen was bezahlen muss.

Hätte man die Pensionskasse damals mit der AHV verschmolzen, gäbe es heute einfach weniger Steinreiche, aber dafür Reserven, fast schon ähnlich wie in Norwegen (wegen dem Oel), die es dem Staat erlauben, auch mit seinen Langzeit-Altersarbeit​​​slosen, den Working Poor's, und den Armen und Ausgebrannten menschlich anständig umzugehen, anstatt sie zu Abhängigen zu machen, weitgehend rechtlos, und eher noch dem reinen Zufall überlassen, mit welchen Amtsinhabern man es zu tun bekommt.

Aber dafür ist es wenigstens schön in der Schweiz. Dort zumindest noch, wo man nicht grad alles am Verdichten ist ...

Ich wünsche Ihnen für Ihre Zukunft viel Glück, man wird es brauchen.


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