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Netzsperre des Bunds für Online-Casinos

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Absicht oder pein­li­ches Versehen?

Die Eid­genös­si­sche Spiel­ban­ken­kom­mis​​​­sion (ESBK) sen­dete vor Kur­zem eine E-­Mail an alle In­ter­net-Pro­vi­der​​​ mit der Auf­for­de­rung der Ak­ti­vie­rung der Netz­sper­ren zum 1. Juli 2019. Nach­dem be­reits 2018 das Geld­spiel­ge­setz ver­ab­schie­det wur­de, plante die Spiel­ban­ken­kom­mis​​​­sion die tech­ni­schen Spe­zi­fi­ka­tio­nen für die Netz­sper­ren zu ver­öf­fent­li­chen. Diese rich­ten sich gegen aus­län­di­sche On­li­ne-­Ca­si­nos. Das Do­ku­ment sollte eine Art An­lei­tung bein­hal­ten, wie die Pro­vi­der die Sperre durch­führen kön­nen. Bei der Ver­öf­fent­li­chung un­ter­lief der Kom­mis­sion je­doch ein klei­ner Feh­ler, der so­gleich für viele La­cher im In­ter­net sorgte.

Das PDF, das die Spe­zi­fi­ka­tio­nen bein­hal­ten soll­te, war näm­lich leer. Le­dig­lich das Wort ,,Testpd­f‘‘ be­fand sich im Do­ku­ment. Wie es zu die­sem Feh­ler kom­men konn­te, ist bis­her nicht ganz klar. Auf den so­zia­len Me­dien wird je­doch wild über die mög­li­chen Gründe spe­ku­liert. Nach der Auf­ruhr im In­ter­net hatte die Spiel­ban­ken­kom­mis​​​­sion Stel­lung genommen.

Auf der Ho­me­page fand sich ein Schrei­ben aus dem her­vor­geht, dass sich die Do­ku­men­te, und dem­nach auch das PDF vom 14. bis 30. Juni 2019 in der Test­phase be­fin­den. Die tech­ni­schen Spe­zi­fi­ka­tio­nen waren aus die­sem Grund den E-­Mails an den In­ter­net-Pro­vi­der​​​n an­gehängt. Den­noch ist nicht klar, was es mit dem lee­ren PFD auf sich hat, bzw. wieso es ü­ber­haupt auf die Seite ge­stellt wor­den ist.


Worum dreht es sich beim Geldspielgesetz?

Das seit 2018 gül­tige Ge­setz er­laubt es nun auch Schwei­zer Ca­si­nos un­ter­schied­li­che Geld­spie­le, wie bei­spiels­weise Blackjack, Rou­lette oder Poker on­line an­zu­bie­ten, wie das Online Magazin berichtete. Die Netz­sperre für In­ter­net-Pro­vi­der​​​ soll je­doch dafür sor­gen, dass es In­ter­n­et­nut­zern nicht mehr mög­lich ist auf aus­län­di­sche On­li­ne-Glückss­piel​​​e zu­zu­grei­fen. Kun­den ist es somit le­dig­lich mög­lich auf Schwei­zer on­li­ne-­Ca­si­nos zu spie­len. Wel­che Glückss­piel-An­bie­t​​​er von der Sperre be­trof­fen sind, wird von der Eid­genös­si­sche Spiel­ban­ken­kom­mis​​​­sion (ESBK) fest­ge­legt.

Für die Kom­mis­sion be­deu­tet dies, dass sie be­lie­bige Kon­kur­ren­ten in­län­di­scher Ca­si­nos auf die Liste set­zen kön­nen, wie bei­spiels­weise Po­ker­Stars oder Par­ty­po­ker. Die In­ter­net-Pro­vi­der​​​ wer­den durch das Ge­setz ge­zwun­gen eine ent­spre­chende Sperre die­ser Web­sei­ten durch­zu­führen. Das Ge­setz samt der Ver­ord­nun­gen gilt seit dem 1. Ja­nuar 2019. Für vie­le, die aus der Schweiz auf aus­län­di­sche Glückss­piel-An­bie­t​​​er zu­grei­fen bzw. deren Web­seite auf­ru­fen möch­ten er­hal­ten eine Mel­dung darü­ber, dass der Zu­griff aus der Schweiz seit dem 21. Ja­nuar 2019 nicht mehr mög­lich ist.

 


Kommentare von Lesern zum Artikel

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(9 Stimmen)
Willi Frischknecht sagte July 2019

Den Nutzern sei hier der Opera Bowser empfohlen, der hat VPN integriert und damit ist diese unnütze Sperre (Zensur) ohne Aufwand umgangen.



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