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Nein zur sogenannten AHV-Reform der SP/CVP

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Die Lö­sung der ak­tel­len Ren­ten­sys­te­me-­Pr​​o­ble­me? Ganz klar: mehr Leis­tun­gen und mehr Steu­ern.

So sehen es jedenfalls SP/CVP.

Anders ist diese unsinnige Ausbau-Vorlage nicht zu erklären. Wer das bezahlt? Der Steuerzahler und jene, die noch im arbeitsfähigen Alter sind aber immer mehr Rentnern gegenüberstehen.

Leid​​er haben solche Personen eben keine Lobby. Die Politiker umgarnen gerne die Rentner, die zuverlässiger wählen als die Jungwähler, die seltener wählen. Die Politiker umgarnen jene, die sie wählen.

Der Mittelstand, der eben noch vor der letzten Steuerreform "gerettet" werden sollen, soll nun nach Willen der SP/CVP die Mehrkosten tragen.

Man kann davon ausgehen, das bei bei der nächsten unausweichlichen Reform ähnliche Forderungen wachwerden, man solle die AHV ausbauen und dies mit mehr Steuern bezahlen.

Das dies eine Ausnahme sein soll glaubt wirklich niemand.

Berset und die SP/CVP sind die Totengräber der AHV.

 

 


Kommentare von Lesern zum Artikel

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60%
(10 Stimmen)
Georg Bender sagte March 2017

Die AHV funktioniert im Umlageverfahren, will heissen die Ausgaben (Abfluss) müssen mit Rückflüssen kompensiert werden, andernfalls die Wirtschaft profitiert!
Die Rechnung 2016 präsentierte Mehrausgaben von 766 Millionen! Die negative Rechnung wurde mittels Rendite auf dem zu hochdotierten AHV Fonds um 440 Millionen übertroffen (Vorjahr Fehlbetrag von 560 Millionen)!

Wurde die Fondshöhe so gewählt, damit eine negative Rechnung der ordentlichen Rechnung, über Finanzanlagen, ausgeglichen werden können? Dem Spieltrieb geopfert?

Korrekt wäre jedoch, dass die Renten wieder über die ordentliche Wirtschaft zurückfliessen müsste!! Oder soll das Konstrukt Umlageverfahren, zu höheren Gewinnen (Finanzgewinne) für die Wirtschaft verwendet werden? Ein Spielkonstrukt der Politik ausgeliefert?

Sola​nge der Automatisationsgrad nicht zu unterschiedlichen Tarifen (Rückfluss) führt, ist der Spieltrieb unangemessen hoch!
Ein System aus dem "Mittealter" kann die heutige Wirtschaftslage niemals abdecken!

Der Roboter steht vor der Haustüre, die Politik (Bevölkerung) ist geistig im Mittealter stehen geblieben?



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64%
(11 Stimmen)
Georg Bender sagte March 2017

Das Schmierentheater Bundeshaus mit dem Lügenspiel "Rentenreform" ist ein weiterer Beweis für die Unfähigkeit der Politik, die Zukunft zu sichern!
Solange jedoch die Menschen meinen das Geld fiele auf Antrag vom Himmel, wird sich daran wenig ändern? Das Geld besteht aus nicht getilgten Schulden! Niemand ist Zahler, sondern nimmt im Wirtschaftssystem als Geldkreisläufer teil!

Die Kaufkraft sichert die Wirtschaft!

Es ist keine Reform, sondern bedient weiterhin die Fehlkonstruktion!
Wi​r müssen diese Vorlage versenken, weil man der Politik und Ökonomen aufzeigen muss, dass die Wirtschaft nicht ohne nicht getilgte Schulden (Geld) funktioniert! Der Geldgegenwert ist in den Produkten enthalten! Damit die Produkte eingetauscht werden können muss auch der Gegenwert der Arbeit/Ersatzleistung​ stimmen!
Kaufkraft in einer Markt- und Geldplanwirtschaft nennt sich das kapitalistische System!

Die Daumen nach unten Drücker, werden bei Zunahme der Automatisation und fehlender Kaufkraft (heutiges System) auch verhungern!
Das Geld besteht nicht aus Sichteinlagen, weil Buchgeld gar nicht existiert! Aus was bestehen dann die Sichteinlagen? Aus Forderungen der Banken natürlich!





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64%
(11 Stimmen)
Emil Huber sagte March 2017

Jan eberhard
"Die Politiker umgarnen gerne die Rentner, die zuverlässiger wählen als die Jungwähler, die seltener wählen"

Und dann sind die Rentner schuld, wenn die Jungen kein Interesse haben und zu bequem sind zu wählen oder abstimmen zu gehen?

Dann scheinen Sie den Geldkreislauf nicht zu verstehen.
Sie vergessen, dass die Rentner auch Konsumenten sind und durch ihr Geld mit der AHV Rücklaufquote sogar einen Teil ihrer AHV selbst finanzieren. Und auch die Löhne der Jungen mitfinanzieren.
Die Renten fliessen zuerst als Vorschussleistung vom Staat mittels AHV zu den Rentnern. Die Rentner geben das Geld als Konsumenten in die Wirtschaft. Von diesem Geld erzeugt die Wirtschaft die Löhne und Sozialabgaben. Und damit auch die AHV Beiträge in Höhe von 10.24% der Bruttolöhne. Diese Beiträge fliessen wieder zurück in die AHV!
Ist den Jungen das Geld der Rentner nicht wert? Weniger wert als das anderer Konsumenten? Wenn Sie eine Garage hätten, spielt es für Sie ein Rolle ob ein Junger oder Alter das Auto kauft?




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59%
(17 Stimmen)
willi mosimann sagte March 2017

Herr Eberhart, ich glaube sie sind schlecht informiert. Mit der Rentenreform 2020 geht es nicht nur um die AHV. Es geht um die AHV und die 2. Säule, darum heisst es ja auch Rentenreform. Die vom Parlament durchgebrachte Lösung ist immer noch besser als der Status Quo. Die SP als Totengräber zu betitteln zeugt von Unwissen und Kursichtigkeit. Übrigens haben nicht nur die SP und die CVP diesen Entscheid im Parlament durchgebracht, GLP, BDP und 2 SVP Parlamentarier haben ja gestummen.


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59%
(17 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte March 2017

Herr Eberhart

Bundesrat​ Berset, die SP/FDP/CVP/Grüne-Parl​​​amentarier/Innen wie auch bereits die Bundesräte i.d. Mehrheit sind langsam aber sicher selber die Totengräber der direkt demokratischen Ordnung, der AHV und der übrigen Sozialkassen. Sogar unsere Bundesverfassung wird einfach ignoriert sollte der aktuelle Vorschlag durchkommen.

Wo bleit da die Judikative ?

Die gleiche Parlamentsmehrheit beschliesst (bislang), dass die + 70 Franken AHV ausschliesslich an die NEUEN Rentner/Innen geht, wäre erneut eine gravierende Verletzung unserer Bundesverfassung Art. 8, nämlich des Anspruches einer rechtsgleichen Behandlung für Jedermann wie folgt:

BV Art. 8 Rechtsgleichheit

1​​​. Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

2. Niemand darf DISKRIMINIERT werden, namentlich nicht wegen der Herkunft, der Rasse, des Geschlechts, des A L T E R S , der Sprache, der sozialen Stellung, der Lebensform, der religiösen, weltanschaulichen oder politischen Überzeugung oder wegen einer körperlichen, geistigen oder psychischen Behinderung.

3., 4. usw.

Stellen Sie sich nur mal vor Sie werden z.B. im März 2017 pensioniert, ein Bekannter von Ihnen z.B. im Oktober 2017. Das Gesetz wird z.B. dann im September 2017 rechtskräftig, somit bekommt ihr Freund diese 70 Franken, Sie hingegen nicht. Und was ist der Grund ?. Sie sind halt einige Monate zu früh geboren worden, Pech gehabt. So etwas ist ganz klar nicht nur Unrecht & Diskriminierung, sondern klar auch verfassungswidrig.


​Diese beschämenden Streitereien in Bern der Parlamente und des Bundesrates lässt staunen und einen Grossteil der Menschen hier (und zwar alle Inländer/Innen, Schweizer/Innen wie Ausländer/Innen) einfach im Regen stehen.




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(13 Stimmen)
Emil Huber sagte March 2017

"Die Problematik Lebenserwartung war auch schon früher bekannt!"

Die Problematik der Automatisierung, Robotisierung offenbar nicht, so weit hat die Politik nicht voraus geschaut und sie tut es auch heute wieder nicht.

Man müsste dringend von der Beitragsbemessung der Sozialabzüge via Arbeitnehmer wegkommen und zu Beitragsleistungen über Erträge des Unternehmens mit einem noch festlegbaren Prozentsatz wechseln, dies wäre eine echte, gerechtere Reform welche den Namen auch verdient.
Alles andere bleibt letztendlich Gewurstel welche die zukünftigen Probleme nicht löst.

Die Automatisierung schreitet voran. Zuerst traf es "nur" die Industrie, nun haben wir bei den Grossverteilern bereits Self Scan Kassen, erneut können Personal, Löhne und Sozialabgaben eingespart werden. Auch im kaufmännischen Bereich, Versicherungen, Banken etc. findet ein Abbau von Personal wegen Automatisierung statt.
Wo früher bei der Versicherung der Agent nach Hause kam wird diese heute Online angeschlossen.

Hie​r wird zwar auf das Problem hingewiesen, aber teilweise wieder die falschen Schlüsse gezogen:

http://ww​w.zeit.de/kultur/2017​-02/automatisierung-p​flege-roboter-prekari​at-soziale-spaltung

"Doch die Frage ist, wer die Produkte von Robotern kaufen wird oder deren Dienstleistungen in Anspruch nimmt"

Totaler Unsinn, bestände kein Bedarf an Produkten & Dienstleistungen würden diese Roboter von einer Firma gar nicht gekauft . Oder will diese lediglich auf Halde am Bedürfnis der Menschen vorbei produzieren?

Legen​där ist die Anekdote aus den 1950er Jahren, als der Gewerkschaftsführer Walter Reuther eine der vollautomatischen Anlagen der General-Motors-Werke besuchte. Der Gastgeber, Henry Ford II, fragte den Gewerkschaftsführer spitz, indem er auf die menschenleere Halle zeigte: "Walter, wie willst du diese Roboter dazu bringen, dass sie deine Beiträge zahlen?" Worauf Reuthers kühl konterte: "Henry, wie willst du die Roboter dazu bringen, dass sie deine Autos kaufen?"

Auch hier, die Autos (sollten) ja weiterhin für die Menschen produziert werden.
Ford ll lag jedoch der Problematik eindeutig näher: "Walter, wie willst du diese Roboter dazu bringen, dass sie deine Beiträge zahlen?"

Ganz verständlich müsste es heissen "Wie fliesst das Geld nun zu den Konsumenten, damit sie die Produkte & Dienstleistungen auch bezahlen können?"
Über die Demütigungsanstalten Sozialamt, RAV und IV?
Natürlich entstehen auch wieder neue Arbeitsbereiche, aber es werden weniger sein als vernichtet werden. Was dann? Diese Frage lässt die Politik aber offen!
Das Bedingungslose Grundeinkommen hätte diese Problematik entschärfen können, wurde mit Panikmache der Wirtschaft aber abgelehnt.






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57%
(14 Stimmen)
Alex Schneider sagte March 2017

Es gibt schlechtere öffentliche Ausgaben als die Finanzierung der AHV mit öffentlichen Mitteln.


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