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Grabenkämpfe um den Lehrplan 21 - ohne SP!

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Für die einen ist er durchtränkt von links-grünen An­lie­gen, für an­dere ein neo­li­be­ra­les Kon­strukt. Während den letz­ten paar Mo­na­ten ist ein re­gel­rech­ter Gra­ben­kampf um den Lehr­plan 21 ent­stan­den. Die SP wird sich daran nicht be­tei­li­gen. Sie begrüsst die Vor­lage im Grund­satz und for­dert für die Um­set­zung genügend Ressourcen.

Die nach­hal­tige Ent­wick­lung im Lehr­plan 21, so schreibt die rechts­po­pu­lis­ti­s​che Wo­chen­zeit­schrift „Die Weltwoche“, diene „der freien Ent­fal­tung links-grüner Bildungspolitiker“. Die linke Wo­chen­zei­tung „WOZ“ meint, mit dem Lehr­plan 21 würden eher „wirtschaftlich ver­wert­bare Arbeitskräfte aus­ge­bil­det statt mündige, unabhängige und kri­ti­sche Menschen“. Der Lehr­plan 21 hat in den Me­dien zu einem öffentlichen Schlagab­tausch geführt. Zu Un­recht, denn der Lehr­plan 21 bein­hal­tet keine grundsätzlichen Neue­run­gen, son­dern führt gross­mehr­heit­lich Be­ste­hen­des und Bewährtes fort.

Lehrplan 21 entschlacken oder mehr Ressourcen

„Für meine Lehrerinnen und Lehrer wird sich kaum etwas ändern“, sagte mir vor kurzem ein Kantonaler Bildungsdirektor. Ähnlich tönt es in den Regierungen anderer Kantone. Und das ist gut so. Die Gesamtbelastung der Lehrpersonen darf keinesfalls erhöht werden. Für einige Institutionen ist der Lehrplan 21 zu umfangreich. Er müsse verständlicher und entschlackt werden, heisst es etwa. Dieser Forderung trägt die SP Schweiz Rechnung, indem sie die Kantone dazu aufruft, für die Umsetzung genügend Ressourcen bereitzustellen. Ist das nicht der Fall, ist eine Entschlackung unumgänglich. Weitere Forderungen der SP sind etwa die stärkere Verankerung der Bereiche politische Bildung, Menschenrechte und berufliche Orientierung. (siehe auch SP Vernehmlassung 2013).

Fremdsprachen​abfolge könnte zum Problem werden

Wohl noch zu reden geben wird die Fremdsprachenabfolge.​ Wird in den westlichen Deutschschweizer Kantonen in der dritten Klasse zuerst Französisch gelernt, so steht in der dritten Klasse der östlichen Deutschschweizer Kantone Englisch auf dem Stundenplan. Ob diese uneinheitliche Fremdsprachenregelung​ der in der Bundesverfassung verlangten Harmonisierung entspricht, muss der Bundesrat nun abklären. Einen entsprechenden Vorstoss habe ich in der Wintersession eingereicht. Noch hält die SP am Sprachenkompromiss fest. Es gibt jedoch staatspolitische Überlegungen, die für eine Landessprache als erste Fremdsprache sprechen.

Einführung​ verzögert sich

Schon jetzt ist klar: Die Einführung des Lehrplans 21 wird sich verzögern. Geplant war eine Einführung im Jahre 2015. Nach den zahlreichen und ausführlichen Vernehmlassungsantwor​ten ist eine sorgfältige Auswertung unabdingbar.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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67%
(3 Stimmen)
EVA Einstein-Pestalozzi sagte July 2014

Der pädagogische Leistungsauftrag wie er in der Verfassung verankert ist, heisst ganz klar bilden und erziehen, und nicht sortieren und therapieren nach Noten und Quoten in drei Schubladen Elite - Durchschnitt - Rest.
dual zweiseitig wie jede Medaille - Theorie und Praxis ingetriert -
und nicht dreigliedrig Separation - Isolation - Depression - AMOK7Suizid

Wörter​ mit Ka gesucht, Kinder Küche Kunst Kultur gewaltfreie Kommunikation
auf der ander Seite
Solange Geld regiert kollabiert Mensch und Natur

Klumpfenrisi​ko - Klotzbau-Architektur-​ Krise - Katastrophe Krieg..
Wer die Wahl hat, hat die Qual. hier dürfte die Wahl eindeutig sein
Wer will schon Krieg -- aber das Kilima ist vergiftet - Mutter Natur aber zeigt uns den Meister und bist du nicht willig so brauch ich Gewalt.. Gewalt macht Schule.. Angst macht krank. Lernen mit Lust ein lebenlang neugierig aber verleiht Flügel..


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33%
(6 Stimmen)
Elsi D. Stutz sagte May 2014

Die Schule ist dafür da, Bildung zu vermittel! Nicht mehr und nicht weniger. Und zwar Bedürfnissgerecht. Es ist z.B. nicht Bedürfnissgerecht, Schüler derben zu lassen, nur weil man Kinder die der Schulsprache nicht mächtig sind und einen enormen Mehraufwand generieren, in bestehende Klassen integrieren zu müssen, statt sie errst gesondert aufzurüsten, damit sie dem Unterricht auch in einem für ALLE Schüler gewimnbringenden Tempo folgen können.

Dann würde ev. auch ein Lehrer pro Klasse reichen! Aber wir haben ja offenbar unbeschränkte Recourcen, die wir unendlich lange zur Verfügung stellen können um nichts an der UNZUFRIEDENSTELLENDEN​ Gesamtsituation zu ändern.

Und schon sind wir wieder bei der schönen Wachstumststatik!
Da​nk denn hoch qualifizierten Zuwandern konnten 35'000 neue Stellen generiert werden. Die aber absolut keinen Mehrwert bringen! Ausser dem Stellninhaber selbst.

Das steht da aber natürlich nie drin! Alles Staatsmitarbeiter, von unseren Steurzahlern und nicht den Verursachern finanziert. Für ein System das hinten und vorne nicht verhebt und nichts bringt ausser unmotivierten da unterlasteten Schülern auf der einen und resignierenden überlasssten Schüler au der anderen Seite. Beide sind am Ende nicht mehr zu gebrauchen! Systematisch ruiniert!

Unsere Jugend ist am verblöden, veröden und verrotten! Denn statt Realität und Praxis, wird ihnen ja nur noch der schöne Schein verkauft und indokriniert. Die Welt ist ja so friedlich und alle sind so lieb und jeder wird CEO/IN!

Und dann, kommt das wahre harte Leben auf sie zu....

Und der nächste Jungend-IV Fall.


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42%
(12 Stimmen)
Bea Habegger sagte February 2014

Ja Herr Aebischer

zurückle​hnen, entspannen, Video anschauen....

http​://www.youtube.com/wa​tch?v=HTpepgmeEvA&fea​ture=c4-overview&list​=UUExUpCdJbpKmorm6Ig6​tgAA

und danach....

das ist es was die SP will und Sie dahinterstehen (könnnen und wollen?) Kinde möglichst früh, der Volksdroge Nr. 1 verschenken:


htt​p://www.aargauerzeitu​ng.ch/schweiz/wegen-a​dhs-es-gibt-immer-meh​r-junge-iv-rentner-12​7635678

Ist dies das WIRKLICH das Partei-Ziel der SP/bzw. können Sie dahinterstehen?

De​r Lehrplan 21 erscheint dahingehend einmal mehr als reines Ablenkungsmanöver von effektiven bestehenden Problemen und Wahlpropaganda SP und dies zu Lasten der SCHWEIZER-Allgemeinhe​it auf dem Rücken UNSERER KINDER.


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54%
(28 Stimmen)
Bea Habegger sagte February 2014

Mit der Förderung des linken Multikultibreies haben gerade die Partei von Herr Aebischer nachhaltig dazu beigetragen, dass das derzeitige hohe Schulwesen vernichtet wurde.

Da nützen keine herbeigeredeten Lehrpläne etwas, sondern genau wie Herr Kneubühl klar verdeutlicht, Förderung der Sozialkompetenz, wäre an erster Stelle gefragt.

Aber den den derzeitigen vorwiegend sozialistischen Schulreformern scheint es zuweilen wichtiger irgendwelchen Pisa- und anderen Gugus-Studien gerecht zu werden, denn die Kinder auf das Leben vorzubereiten.


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93%
(30 Stimmen)
Felix Kneubühl sagte January 2014

Was heisst 'mündige', 'unabhängige', 'kritische' Menschen, das durch die Schulbildung vermittelt werden soll?

Jeder Mensch muss das bei sich selber herausfinden. Das ist mein Tipp.

Die Schule ist dazu da, die Kinder auf einen liberalen und eigenverantwortlichen​ Weg zu bringen in beruflicher Hinsicht. Die Sozialkompetenz kann man nicht durch Buchstaben oder Lehrer lernen. Das ist eine Illusion. Für das sind die Eltern da, die hoffentlich pflichtbewusst und mit ihrer Eigenverantwortung den Kindern auf motivierende Weise beibringen.


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75%
(20 Stimmen)
* * sagte January 2014

Es wäre wichtig, dass die Kids wieder einen strukturieren Stundenplan mit bildenden Fächern hätten, heute haben die meisten nach der Schulzeit keine Ahnung von z.B. Geomertie, Geographie, Geschichte usw. auch sind viele Schwach im Rechnen und der Rechtschreibung.

Das ist nicht verwunderlich, geht man doch den Ami-Weg und will Bildung nur noch den wohlhabenden Schichten, die gute Schulen für ihre Kids zahlen können, die andern sollen an den öffentlichen Schulen, die immer schlechter werden, vorbereitet werden auf ihre Zeit als Niedriglohnarbeiter.


Die ausgebildeten Facharbeiter sollen wie heute dann aus der EU, besonders aus D kommen, das kommt Staat und Wirtschaft billiger, zahlt doch deren Ausbildung ein Nachbarstaat, darum darf die PFZ auch nicht fallen!



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81%
(21 Stimmen)
Hans Stampfli sagte January 2014

Der Lehrplan 21 besteht ja nicht bloss aus dem Sprachunterricht, wobei ich Herrn Steiner Recht geben muss, dass Englisch als Fremdsprache vollauf genügt und die sinnvollste Lösung wäre. So können sich dann nicht bloss die unterschiedlichen Sprachregionen auf Englisch unterhalten, sondern man kann mit der ganzen Welt kommunizieren.

Ich​ bin der Meinung, dass der LP21 völlig überladen ist und in den Gemeinden hohe Kosten verursacht. Schon alleine der zusätzliche Raumbedarf und die zusätzlichen Lehrpersonen stellen Gemeinden unter Umständen vor finanzielle Probleme - und wer bezahlt die Zeche? Jene, welche sich den LP21 ausgedacht haben?

Und wer denkt an das Wohl der Kinder? Schon heute ist es Gang und Gäbe, dass sie ihre Freizeit zu einem grossen Teil dem "Büffeln" opfern müssen. Und nun sollen die Ziele noch höher gesteckt werden? Dürfen unsere Kinder nicht mehr Kinder sein, sondern werden zu Lehrmaschinen gezüchtet?


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73%
(26 Stimmen)
Roland Steiner sagte January 2014

Das Fremdsprachenproblem wird schon lange auf Kosten unserer Kinder mit Weltfremden Lösungen versucht zu lösen.

Ich Frage sie, was ist die Aufgabe einer Sprache? Richtig, hauptsächlich geht es um Verständigung. Mit welcher Sprache ist man am besten für eine weltoffene, Handel treibende Schweiz gerüstet? Antwort: Englisch. Wie gut sollte man diese Sprache beherrschen? Richtig, so gut damit man sich problemlos in dieser Sprache verständigen kann.


Warum kann in der Schweiz als 2te Sprache nicht Englisch gelernt werden? Man sollte so weit kommen, dass nach der obligatorische Schule jeder Englisch mindestens auf Stufe C1 beherrschen sollte. Somit wäre sichergestellt, dass sich alle Schweizer in einer Sprache auf ungefähr gleichem Level miteinander unterhalten könnten. Dies ist leider mit der Landessprachenprioris​ierung nicht gewährleistet.
Dies sollte die erste Priorität haben. Auch hat die Konzentration auf eine Sprache den Vorteil, dass man diese auch wirklich so weit erlernt, dass die Wahrscheinlichkeit steigt, dass man diese auch langfristig beherrscht.

Klar sollte es den Sprachbegabten auch möglich sein, weitere Sprachen zu lernen. Diese sollten als Freifach an den Schulen angeboten werden.


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