Abstimmungen, Initiativen > National > Abstimmung 12. Februar 2017: Die erleichterte Einbürgerung von Personen der 3. Ausländergeneration,

Einbürgerung vor Integration?

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Das Wort Bürger in Einbürgerung kommt davon, dass man sich zu einer Gemeinschaft zusammen schliesst um für einander da zu sein, sprich, zu bürgen. Am 12. Februar 2017 stimmen wir über die Vorlage über eine erleichterte Einbürgerung von Jugendlichen 3. Generation und von  Staatenlosen Kindern ab.

Um sich heute in der Schweiz ordentlich Einzubürgern muss man 12 Jahre in der Schweiz wohnhaft sein, die zwischen dem vollendeten 10. und 20. Lebensjahr verbrachten Jahre in der Schweiz zählen doppelt. Diese Regelung finde ich massvoll da sich jugendliche Ausländer bereits mit 17 Jahren einbürgern lassen können bei einem ordentlichen Verfahren.

Ich werde mir nicht anmassen wer eingebürgert werden soll oder wer nicht. Aber ich finde es gerechtfertigt eine gewisse Zeit in diesem Land gelebt zu haben bevor man diesen Schritt macht.

Die Einbürgerung steht meiner Meinung am Ende eines Integrationsprozesses​ und nicht zu Beginn.

 

Marcel Adolf

 

JSVP SG Regionalleiter Rheintal


Kommentare von Lesern zum Artikel

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71%
(7 Stimmen)
Alex Müller sagte January 2017

Die erleichterte Einbürgerung wie die Abstimmungsvorlage es beschreibt, erscheint sinnvoll. Die Vorgaben sind sogar sehr streng. Es werden Aufenthaltsrecht von Grosseltern oder deren Geburt in der Schweiz verlangt. Eltern müssen eine Niederlassungsbewilli​gung vorweisen können, müssen 10 Jahre in der Schweiz gelebt haben inkl. 5 Jahre hier besuchter Schule. Also was will man noch mehr an Integration?

>Im Gegensatz dazu: Hier am Zürichsee und Umgebung gibt es Amerikanische und englische Firmen, die sprechen in ihrer Firma nur Englisch. Deren Kinder gehen in eine private International-School.​ Wenn diese Kinder im Zug sitzen, kann man (leider) feststellen, dass sie nur rudimentäre Sätze auf Deutsch sagen können. Das heisst: Sie bleiben bei uns aber unter sich.
Zweites Beispiel: ich habe 20 Jahre im Tessin gearbeitet und kann anständig Schrift- Italienisch, aber spreche keinen der Tessiner Dialekte. Konnte aber im Quartierverein Rivapiana in Minusio mitmachen und kam so mit lokaler Kultur und Lokalpolitik in Kontakt. Trotzdem werde ich dadurch nicht zu einem "Tessiner". Das wäre erst der Fall, wenn meine Kinder die Schulen im Tessin durchlaufen hätten. Und - die Tessiner haben im Schulsystem eingebaut, dass man mit den Kindern ab Kindergarten Schriftitalienisch spricht. So wird die Italienische Sprache auch von Ausländern schneller und gründlicher erlent. Dialekt erlernen sie vom Pausenplatz und in Vereinen.



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50%
(8 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte January 2017

Die assimilierten Inländer/innen der 3. Generation erkennt man ausserdem daran, dass sie nicht nur gegen die Zuwanderung sind sondern generell gegen Ausländer/innen. Keine Bange!



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38%
(8 Stimmen)
Hans Knall sagte January 2017

Natürlich geht es um Assimilation, Herr Oberli.

Integratio​​n, so wie sie von den Refugees-Welcome-Fant​​asten verstanden wird bedeutet nur, dass von den Einheimischen Platz gemacht wird um für fremde Kulturen, die mit der ansässigen nichts zu tun haben, auf Kosten der jeweiligen Landesprinzipien rechtliche Gleichberechtigung zu erzwingen.

Wer eingebürgert wird, sollte mit Haut und Haaren Schweizer sein und es auch sein wollen.


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50%
(10 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte January 2017

"Einbürgerung vor Integration?"

Offe​​​nbar geht es Ihnen um "Assimilation", Herr Adolf, nicht um die blosse "Integration". Die "Integration" umfasst nur die ersten unabdingbaren Schritte in einem neuen Land: Grüssen, Danken, das Asylbewerberheim finden, nach dem Weg fragen, einkaufen, dem Automaten eine Fahrkarte entlocken ... Bei der "Assimilation" geht der Eingewanderte auf in der "Kultur" des Gastlandes: Er spricht eine Landessprache, singt im Jodlerklub und tritt zum Christentum über sowie der SVP bei. Ausserdem reklamiert er nicht, wenn man mit ihm in der lokalen Mundart antwortet statt auf Deutsch.

Um auf Ihre Suggestivfrage zu antworten: Selbstverständlich wird niemand eingebürgert, der nicht integriert ist.



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