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Ein Chor verzagter alter Männer

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Es ist trist, was in den ver­gan­ge­nen Wo­chen in der NZZ zu lesen war. Während ü­ber­all auf der Welt Ju­gend­li­che und Kin­der auf die Strasse gin­gen, um mit viel Humor und Ent­schlos­sen­heit für ihre und un­sere Zu­kunft zu de­mons­trie­ren, hatte die alte Tante dem vor allem eins ent­ge­gen­zu­set­zen​: Mäke­lei. Wie viele Dumm­hei­ten da ge­schrie­ben wur­den mit wie vie­len ge­schei­ten Wor­ten. Die Bot­schaft war immer die­sel­be: Wir sind nicht schuld, wir haben nichts falsch ge­macht, wir wol­len ein­fach so wei­ter ma­chen wie bis­her. Wenn wir nur klug genug ar­gu­men­tie­ren, kön­nen wir be­quem in un­se­ren Po­si­tio­nen ver­har­ren, statt uns an­zu­stren­gen und Lö­sun­gen für Pro­bleme zu fin­den.Es ist das alte Lied seit vie­len Jah­ren: erst wird ein Pro­blem ver­leug­net, dann wer­den jene dis­kre­di­tiert, die es be­nen­nen, und dann sagt man, nun sei es oh­ne­hin zu spät, etwas zu un­ter­neh­men.

Roger Köppel meint in einem Interview mit der NZZ vom 4.4., es sei „eine Anmassung, ein Machtrausch“, wenn acht Millionen Schweizer glaubten, sie könnten das Weltklima beeinflussen. Vermutlich ist es auch anmassend, wenn eine Stimmbürgerin glaubt, mit ihrer Stimme die Schweizer Politik beeinflussen zu können? Während Roger Köppel eine „Umweltdiktatur“ wittert, schreib Eric Guyer am 27.4. von einer „Erziehungsdikatur“. Die Grünen seien „Zeitgeistapokalyptik​er“, die immer zur Stelle gewesen seien, wenn Untergangsstimmung herrschte, wie bei Atomkraftwerken, bei Nuklearwaffen, dem Waldsterben oder bei den Grenzen des Wachstums. Als sei eines dieser Probleme inzwischen gelöst worden. Für die Grünen war grün nie eine „Modefarbe“ und die genannten Probleme beschäftigen sie noch immer. Wer da eine Diktatur wittert, sollte sich über sein Demokratieverständnis​ Gedanken machen.

„Wer in den letzten Wochen die Streiks für (oder gegen) das Klima beobachtet hat, musste frappiert sein vom Alter der Protestierenden“, schreibt Pascal Bruckner (70) in dieser Zeitung. Kinder seien keine „politischen Subjekte“, meint er, sie hätten noch nicht gelernt, „ihre Wünsche zu hierarchisieren und ihr Verlangen zu zügeln“. Haben wir Erwachsenen das denn gelernt? Unsere Politik und unser Lebenswandel zeugen eher vom Gegenteil. Es ist wahr, auf den Transparenten der jungen Demonstrantinnen stand nicht, „Wir müssen nach Abwägung aller politischen und wirtschaftlichen Zusammenhänge Kommissionen bilden, die in langwierigen Verhandlungen Lösungsansätze entwickeln, die dann in nicht weniger langwierigen Verfahren politisch umgesetzt werden“.

Demonstratio​nen sind keine wissenschaftlichen Kolloquien, keine Ratsversammlungen, sie sind nicht dazu da, Lösungen zu entwickeln, sondern auf Misstände aufmerksam zu machen und Änderungen zu fordern. Bei keiner der Klimademonstrationen wurden die demokratischen Prozesse in Frage gestellt, die „Milchgesichter“ wissen sehr wohl, dass Probleme nicht über Nacht gelöst werden können, aber sie fordern, dass endlich damit angefangen wird. „Die ökologischen Probleme können einen melancholisch werden lassen“, endet Bruckner seinen Kommentar, „es gibt so viel zu tun.“ Was getan werden soll, weiss er auch nicht, nur demonstriert werden bitte nicht.

„Könnte ein kollektives Ende in Würde nicht auch eine letzte stoische Bejahung der Lebensfreude sein – im nüchternen Verzicht auf weit entfernte Jahrhunderte, die nicht einmal unsere Imagination zu erreichen vermag?“, schreibt Hans Ulrich Gumbrecht, zehnfacher Ehrendoktor, ebenfalls in dieser Zeitung. Gumbrecht ist 71 Jahre alt. Dass ihn ausgerechnet seine neun und elf Jahre alten Enkel auf solche Gedanken bringen, macht diese noch zweifelhafter.

Statis​tisch haben Gumbrecht und Bruckner noch gut zehn Jahre zu leben, wenn die Götter ihnen gnädig sind vielleicht zwanzig. In ihrem Alter sind Stoizismus und Melancholie angemessene Haltungen, zumal sie darauf vertrauen können, dass unser Ökosystem nicht vor ihnen kollabieren wird. Nach ihnen aber darf die Sintflut kommen, soll vielleicht die Sintflut kommen. Denn in ihrer Lust am Untergang steckt wohl auch ein wenig Neid auf die Jungen, die ihr Leben noch vor sich haben. „Ein Verzicht auf solche schmerzhaften Verzichte wäre eine Form der Lebensbejahrung“, schreibt Gumbrecht und mokiert sich über den „allzu beliebten und allzu rührenden Satz“, nachdem wir den Planeten nur von unseren Kindern geborgt hätten. Wie seine Enkel zum „kollektiven Ende in Würde“ stehen, erfahren wir in seinem Aufsatz nicht.

Meine Kinder haben hoffentlich noch siebzig Jahre vor sich, und sie scheren sich einen Deut um schöngeistige Betrachtungen über den Untergang der Menschheit. Man stelle sich vor, der CEO eines Konzerns würde so argumentieren: „Die Probleme sind so gross, wir sind so klein, lasst uns in Würde untergehen.“ Er würde auf der Stelle gefeuert.

Es gibt viele wirkungsvolle Massnahmen und wir werden viele Massnahmen brauchen. Verzicht wird wichtig sein, aber ebenso werden es neue Technologien, die sowohl der Umwelt als auch der Industrie helfen werden. Aber diese werden nur attraktiv, wenn der Luft- und der Strassenverkehr endlich die Kosten tragen, die sie verursachen. Eine Forderung, die eigentlich auch beim Freisinn auf offene Ohren stossen müsste.

Niemand verlangt von verzagten alten Männern, dass sie die Probleme dieser Welt lösen. Aber wenn sie nichts besseres zu bieten haben als Stoizismus und Melancholie, sollten sie besser noch einmal über die Bücher gehen. Martin Luther wollte – mindestens der Legende nach – angesichts des Weltunterganges ein Apfelbäumchen pflanzen. Unsere alten Männer ruhen sich lieber im Schatten der Bäume aus, die andere für sie gepflanzt haben und sinnieren über den Untergang. Alle anderen sollten sich an die Arbeit machen.

(NZZ, 5.5.2019)


Kommentare von Lesern zum Artikel

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33%
(6 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte Vor 4 Tagen

"(...) Es ist das alte Lied seit vie­len Jah­ren: erst wird ein Pro­blem ver­leug­net, dann wer­den jene dis­kre­di­tiert, die es be­nen­nen, und dann sagt man, nun sei es oh­ne­hin zu spät, etwas zu un­ter­neh­men."

S​ie haben Recht, Herr Stamm, wir benötigen griffige Massnahmen gegen die weltweit drohende Klimakatastrophe. Nach den Wahlen müssen die eidg. Räte als erstes ein Notstandsgesetz beschliessen, damit der Bundesrat handeln kann.

https://www.​vimentis.ch/dialog/re​adarticle/demo-griffi​ge-massnahmen-gegen-d​ie-klimaerwaermung-je​tzt/


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50%
(10 Stimmen)
Hans Knall sagte Vor 15 Tagen

Auf meine Kritik an der Ideologie der „menschengemachten Klimakontrolle“ hat mir Herr Stamm vorgeworfen, ich würde damit 99% aller Klimaforscher widersprechen, die diese per „Konsens“ bewiesen haben.
Mein Hinweis darauf, dass es in der Wissenschaft keine „Konsensentscheide“ gibt, hat Herr Stamm mit der süffisanten Floskel „was Sie schreiben ist ganz einfach falsch“ und „Sie gehören zu einer kleinen Minderheit“ abgetan.

Es stellt sich die Frage, ob ein ex-Buchhalter und heute weitherum bekannter professioneller Geschichtenerzähler der sich im Gefolge der Linksgrünen als Schweizer Nationalrat empfehlen will, mit einer solchen „Diskussionskultur“ wirklich über die Linksgrünen hinaus überzeugen kann.

Beim Thema „Klimakatastrophe“ hingegen schwimmen den Gläubigen die Felle immer mehr davon.

Nachdem der ganze 99%-Konsens bereits offiziell gefloppt ist:
https://www.eik​e-klima-energie.eu/20​19/07/20/der-naechste​-klima-mythos-faellt-​es-gibt-keinen-97-kon​sens-zum-menschengema​chten-klimawandel/


…hat sich jetzt auch noch die gesamte Grundlage aller diesbezüglichen Klimapaniken als das herausgestellt, was sie schon immer war: Eine infame Manipulation!
https:​//www.eike-klima-ener​gie.eu/2019/09/03/mic​hael-e-mann-ein-star-​der-klimaforschung-sc​heitert-vor-gericht/


Es wird Zeit, sich von dieser tatsächlichen „Klimapaniklüge“ endlich abzuwenden und sich auf sinnvolle und reale Umweltanliegen zu konzentrieren. Das werden aber sicher nicht jene tun können, die sich dermassen haben in die Irre leiten lassen. Die haben ihre Glaubwürdigkeit längst verloren.

In der Schweiz gibt es einzig die SVP, die sich nie auf diesen Mainstream-Unsinn eingelassen hat und deshalb auch in Umweltfragen glaubwürdig dasteht.
https://www.svp.ch/​wp-content/uploads/Um​welt.pdf


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50%
(8 Stimmen)
jan eberhart sagte Vor 22 Tagen

Ein Hoch auf die Planwirtschaft.

An​statt wie unter Mao oder in der Sowjetunion auf 5 Jahre zu planen, plant man heute auf 2050 oder gar 2100.

Hauptsache man hat ein hochtrabendes Ziel bis 2050, der Rest erledigen sowieso die anderen. Die unpopulären Massnahmen sowieso.

Am besten wäre sowieso ein Technokratenregierung​, die macht was richtig und wichtig ist, und nicht was der Pöpel will oder für richtig hält.


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29%
(7 Stimmen)
jan eberhart sagte Vor 22 Tagen

Beste Arbeit, Macron. Was für ein glorrreicher Kampf um den Amazonas.

1. Macron kann sich als der oberste Verteidiger des Pariser Abkommens präsentieren.
2. Die landesinternen Kritiker von Mercosur sind erstmal kaltgestellt und Macron hat hier die Oberhand. Die Bauern sind ja gegen den Freihandel nicht wegen der Ökologie, sondern weil sie keine ausländische Konkurenz wollen.
3. Dieser kleine Showkampf ist weitgehend gefahrlos und erfreut die Medien, die etwas zu berichten haben.


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44%
(9 Stimmen)
Phil A. sagte Vor 23 Tagen

Herr Stamm

Ihre Kinder mögen vielleicht noch 70 Jahre vor sich haben, vielleicht auch nicht. Die Kinder und Jugendlichen gehen für einen statistisch ermittelten Mittelwert einer globalen Temperatur auf die Strasse. Sie glauben daran, sie oder irgendjemand auf diesem Erdenrund hätten das Recht darauf das dieser konstant bliebe (was natürlich ein absoluter Unsinn ist) und sie hätten die Möglichkeit jegliche diesbezügliche Veränderung Kraft einer Notstandsgesetzgebung​ (Klimanotstand) zu verhindern (was noch viel der grössere Unsinn und zudem gefährlich ist).
Man arbeitet in die Hände derer welche die Rechte der Bürger mittels Notstandsgesetzgebung​ beliebig ausser Kraft zu setzen gedenken. Wie Carl Schmitt so treffend bemerkte ist jener der Souverän welcher über den Ausnahmezustand entscheidet.
Wollen wir in diesem Kontext wirklich einem Haufen von fragwürdigen Subjekten die Macht in die Hände geben uns in eine „Klimaneutrale“ Zukunft zu führen? Dies wird nicht gehen ohne Verbote, Enteignung, die Erosion des Rechtsstaates und den Zwang Dinge zu tun welche kein normaler Mensch unter normalen Umständen in Betracht ziehen würde. Es geht einher mit Vorschriften, Gesetzen und Regelungen:
- Wie viel und welche Energie wir im täglichen Leben verwenden dürfen
- Was wir Essen werden
- Welche Güter wir kaufen dürfen
- Welche Mobilität wir zu nutzen haben
- Wie viele Kinder und Haustiere erlaubt sind
- Ob, wie und wohin wir in die Ferien dürfen
- Wann und wie wir unsere Immobilie auf eigene Kosten zu renovieren haben
usw. usw.
Vielen ist die Bedeutung einer Notstandsgesetzgebung​ nicht klar, sie wollen nicht erkennen das diese auch ganz ohne demokratische Legitimation auskommt und ohne das die Bürger noch ein Wörtchen mitzureden hätten. Sie verschliessen die Augen vor dem Umstand, dass die Ausrufung eines Notstandes (Ausnahmezustand) immer und ohne Ausnahme zur Zerschlagung einer verfassungsmässigen Ordnung und zur Aufrichtung des Absolutismus führt. Wer also eine Diktatur wittert der hat erkannt welches Unheil uns droht und geht richtig in der Annahme das geltendes Recht, sowie der Schutz von Eigentum im Falle eines Bundesweit ausgerufenen Notstandes kaum eine Rolle mehr spielen werden. Es ist auch ganz klar welche Kräfte auf einen imaginären Notstand drängen, welche politische Richtung den Menschen ihr Recht auf Eigentum und Demokratie absprechen möchten und welches „Demokratieverständni​s“ in diesem Lager kultiviert wird.

https://www.​parlament.ch/de/ratsb​etrieb/suche-curia-vi​sta/geschaeft?AffairI​d=20193063



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55%
(11 Stimmen)
Ernst Jacob sagte Vor 25 Tagen

Es geht doch ganz einfach nur ums eigene Ueberleben. Und wir gehören halt zu Denen, die auch am Meisten zu verlieren haben. Der grössere Teil der Welt aber strebt nach dem Wohlstand, den er bei uns im Alltag vorfindet, also bleibt uns ja gar keine andere Wahl, als nach UNTEN hin abzuspecken, in welcher Form auch immer.

18-jährige haben in der Regel keine Ahnung davon, wie es in China vor 40 Jahren noch ausgesehen hat. Und daher können sie auch nicht bemessen, welche Dimensionen und auch Konsequenzen damit verbunden sind, und was das für die Zukunft unserer eigenen Industrie und Gesellschaft für Auswirkungen haben kann, und auch wird.

Und ein grosser Rest dieser Welt ist auch lange noch nicht so weit wie wir. Die möchten auch profitieren, in irgend einer Form, und ein Teil dessen, was wir an Aelterem entsorgen, wird in solchen Ländern noch lange im aktiven Dienst verbleiben. Aber ich will damit nicht sagen, man sollte deshalb nichts tun, nur sollte man auch ehrlich genug sein, den Mitbürger|innen klar zu sagen, dass es für einen guten Teil davon zukünftig wohl ganz generell nicht mehr besser gehen wird.

Und man kann nicht Alle beim Staat beschäftigen, um über Andere zu herrschen, denn wenn man den Bogen überspannt, wandert auch noch der Rest der Industrie dorthin, wo nicht nur Neid und Vergunst noch darüber entscheiden, ob man etwas darf oder nicht.

Man sollte als Junge wahrscheinlich eher noch auf die Alten hören, denn die zwischendrinn haben ja nur die gute Zeit erlebt.


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50%
(12 Stimmen)
Werner Nabulon sagte Vor 27 Tagen

"Niemand verlangt von verzagten alten Männern, dass sie die Probleme dieser Welt lösen."

Herr Stamm, es ist eine Frage des Blickwinkels, aber auch sie gehören schon zu diesen "Alten". Mit Sicherheit aber werden sie zu einem "Alten".
In der Zwischenzeit ist es unsere Aufgabe, aufzuzeigen durch unsere Lebenserfahrung (die fehlt den jungen noch) dass es alles solcher Szenarien schon gab, und keine dieser Prognosen eingetroffen sind.


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40%
(10 Stimmen)
Werner Nabulon sagte Vor 27 Tagen

Der Mensch ist nicht unendlich, ausserdem altert er, und man darf den Ärzten glauben, dass Rauchen sicher nicht zum allgemeinen Wohlbefinden beiträgt.
übrigens CO2 ist für den Menschen (die Menge macht das Gift) auch nicht soooo schädlich..

Das mit der Welt, der Natur zu vergleichen, ist sicher mal sehr Naiv. Dann nimmt man das falsche Gas.
Wenn jemand sagt, zuviel Schwefel in der Luft ist nicht gut, oder zu viel Staub, Feinstaub, sogar zu viel Sauerstoff sei nicht gut, Ozon war ja auch mal ein Thema, kann man das als Normal Mensch in etwa nachvollziehen.
Beim Blick auf den Sommer 2019 glaubt man dieser Theorie CO2 wieder weniger.


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27%
(11 Stimmen)
jan eberhart sagte Vor 27 Tagen

Macron kann ja eine Kongo-Konferenz einberufen, wo Frankreich mit anderen Europäern den Amazonas militärisch besetzt, weil Bolsonaro schlicht keine Ahnung hat als Brasilianer. Dafür brauch es einen weissen Mann wie Macron.

Oder wie bei den Versailler Verträgen Brasilien unter Frankreich und GB aufteilen, als Schutzmandat um die dummen Brasilaner unter Kontrolle zu bringen.




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54%
(13 Stimmen)
Hans Knall sagte Vor 27 Tagen

„Lösungen für Probleme zu finden“, Herr Stamm, ist ein nobles Bemühen, das sicher die Hauptabsicht vieler Mitläufer ist, welche die politischen Gegner nur als „alte verzagte (warum nicht gleich auch noch weisse) Männer“ einordnen können.
Nur ist es so, dass die ganzen Demonstrationen gegen Petrus nur aberwitzige Versuche sind, Probleme zu behaupten, die dann „die Anderen“ (vor allem die alten weissen Männer) ultimativ zu lösen hätten.

Nebenbei: Demonstrationen sind an und für sich in der Schweiz eine Absurdität, da es gar keinen „Adressaten“ gibt, der die Macht hätte, den Forderungen per Regierungs- oder sonstigem Obrigkeitsbefehl nachzukommen. Solche fanatischen „Kundgebungen“ sind klassische Mittel des Aufruhrs und der argumentationsfreien Hetzte gegen „den Feind“ der wahlweise in „der Regierung“, „den alten weissen Männern“ oder, in Ihren Kreisen wohl am liebsten, in „der SVP“ verortet wird.

Und die Grünen sind tatsächlich einmal mehr nur Trittbrettfahrer einer ideologisch begründeten Panikmache, die sie mit der Behauptung zu reiten versuchen, sie könnten die Welt retten, wenn man sie nur wählen würde.
Dabei ignorieren sie in ihrem euphorischen Blindflug sämtliche wissenschaftlichen Belege, welche die These einer menschengemachten Klimakatastrophe widerlegen. Am einfachsten geht das, wenn man zum Vornherein schreit, wer die Theorie nicht bejahe würde sie „leugnen“, wer den Panikern widerspreche würde sie „diskreditieren“ usw. Denn diese Einstellung verhindert einfach jegliche Diskussion über die umstrittene Grundfrage selbst. Skeptische oder gar widersprüchliche Einwände werden pauschal als „gegen eine Lösung gerichtet“ eingeordnet. Obschon eine Lösung erst dann sinnvoll wird, wenn ein entsprechendes Problem auch tatsächlich besteht. Was bestritten wird.


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50%
(12 Stimmen)
Peter Stamm sagte Vor 27 Tagen

Lieber Herr Knall, Sie wissen wohl so gut wie ich, dass um die 99% der Klimaforscher der Meinung sind, dass der Klimawandel grösstenteils von uns Menschen verursacht ist. Natürlich finden Sie immer den einen oder anderen, der dies bestreitet, so wie Sie Menschen finden können, die behaupten, die Erde sei flach. Wenn mir 99 Ärzte sagen, Rauchen verursache Krebs und einer sagt, das sei nicht wahr, dann müsste ich ziemlich verblendet sein, ausgerechnet diesem einen Arzt zu glauben. Glücklicherweise denken immer mehr Menschen so wie ich, vor allem junge Menschen, die vorhaben, noch eine Weile auf diesem Planeten zu überleben. Davon profitieren auch Sie.
Die Grünen vertreten übrigens seit ihrer Gründung Umweltanliegen und sind alles andere als Trittbrettfahrer. Und von "weissen Männern" habe ich nichts geschrieben, ich weiss nicht, wo sie die herhaben.


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45%
(11 Stimmen)
Hans Knall sagte Vor 27 Tagen

Auch auf Ihrem intellektuellen Niveau, Herr Stamm, scheint sich die absurde These von den 99% aller wahlweise Wissenschaftler, Klimaforscher, Experten usw, die „der Meinung“ seien, „der Klimawandel sei von uns Menschen verursacht“ als Beleg für die wissenschaftliche Wahrheit durchzusetzen. Dabei ist eine solche Schlussfolgerung alles andere als wissenschaftlich.

​​Denn es gibt in der Wissenschaft keine „Mehrheits-Wahrheit“ und schon gar keine Mehrheitsentscheide darüber ob eine wissenschaftliche These stimmt oder nicht. Schon Einstein hat auf die Publikation „100 Autoren gegen Einstein“, welche die Relativitätstheorie bezweifelte geantwortet: „Warum hundert? Wenn er recht hätte würde ein Einziger genügen!“
In der Wissenschaft braucht es also nur eine einzige Studie die belegt, dass eine Theorie nicht stimmt, um die gesamte Theorie als gescheitert zu entlarven. Und es gibt hunderte von Studien die belegen, dass die uns von den so genannten Klimaexperten vorgelegten Theorien nicht stimmen können.

Es ist unsachlich, den 99 Ärzten zu glauben, die behaupten Rauchen verursache Krebs. Denn es gibt viele Raucher die nicht an Krebs erkranken. Die Ärzte müssen aus wissenschaftlicher Sicht sagen: Rauchen verursacht bei vielen Konsumenten Krebs, aber längst nicht bei allen. Der eine Arzt wird auch nicht sagen, Rauchen verursache nie Krebs, sondern nur, dass die Aussage „Rauchen verursacht Krebs“ falsch ist.

Genauso ist es bei der Klimafrage. Niemand behauptet, CO2 habe keinen Zusammenhang mit der Erwärmung der Durchschnittstemperat​​ur. (Der Zusammenhang wird allerdings unterschiedlich interpretiert. Die einen sagen, CO2 sei Urheber der Erwärmung, die anderen haben nachgewiesen, dass die Erhöhung der CO2-Konzentration immer erst nach einem weltweiten Temperaturanstieg stattfindet).
Aber es wird bestritten, auch wissenschaftlich, dass der menschengemachte CO2-Anteil eine Möglichkeit bietet, das Klima zu steuern. Dennoch wird diese Theorie in der Debatte, obschon längst widerlegt, als nicht kritisierbare Wahrheit vorausgesetzt.

Von​ den „weissen“ Männern haben Sie konkret nichts geschrieben, weil eben Ihr Intellekt soweit fortgeschritten ist, solche plumpen Hass-Narrative wie „alte weisse Männer“ zu vermeiden und lieber mit Floskeln wie „verzagte alte Männer“ zu verschleiern oder nur anzudeuten.


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50%
(10 Stimmen)
Peter Stamm sagte Vor 27 Tagen

Lieber Herr Knall, was Sie über Wissenschaft schreiben, ist ganz einfach falsch. Glücklicherweise gehören Sie mit Ihrer Meinung zu einer kleinen Minderheit. Selbst viele SVP-Politiker und -Wähler haben das begriffen. Wir werden ja sehen, wie viel Erfolg die Partei mit ihren Würmern haben wird. Eine frohe Wahl ihnen. P. S.


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50%
(10 Stimmen)
Hans Knall sagte Vor 27 Tagen

Was Sie sagen ist falsch, Punkt, war schon immer die Diskussionsvariante der Gutmenschen, die behaupten differenziert zu denken.

Zu einer Minderheit zu gehören, wäre übrigens für Grüne und Linke doch sonst jeweils die Beste Voraussetzung um Unterstützung zu bekommen ohne etwas dafür tun zu müssen. Da sollten Sie sich noch klarwerden, ob dieser abschätzig gemeinte Vorwurf jetzt ein Vor oder Nachteil ist…

Und die Partei will eben nicht „mit“ den Würmern Erfolg haben. Sie würde es vielmehr als Erfolg sehen, wenn die Würmer keinen Erfolg haben mit ihrer Aushöhlung der Schweiz.


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50%
(6 Stimmen)
Karlos Gutier sagte Vor 24 Tagen

Wenn 99 % die Wahrheit verdrehen und Falsches erzählen, wird Falsches wahrer wenn es 99 % behaupten ?

In den 70-Jahren war sich die Mehrheit der zuständigen Wissenschaftler und die Medien einig, vor einer neuen Eiszeit zu stehen, weil die globalen Temperaturen zuvor gesunken waren.

Damals waren auch XX% der Wissenschaftler einig, dass diese Katastrophe eintritt. Man machte den Menschen schon damals verantwortlich für den sich abzeichnende Eiszeit. Nur weil XX% der Wissenschaftler diesen Irrtum verzapften war es nicht die Wahrheit.

Auch 99 % können Irren, aber die Mehrheit der Irrenden lehnen andere Meinungen kategorisch ab ! Das ist auch ein Zeichen von Dummheit, nur in der Diskussion mit anderen Meinungen können wir die Wahrheit finden.


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46%
(13 Stimmen)
jan eberhart sagte Vor 28 Tagen

Das wäre was für die grünen Klimakrieger: Anscheinend wagen es Bolsonaro und seine Wähler eine andere Meinung zu haben als die Klima-Jakobiner in Europa.

Grund genug, mit aller militärischer Macht (Frankreich) in Kolonialherrenmanier den Brasilianern zu zeigen, wie ein Staat regiert werden muss.

Hat schliesslich von 1492-1965 hervorragend funktioniert.

Ich weiss schon was ich wählen werden: SVP, ganz bestimmt nicht Grün und auch nicht rot.


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69%
(13 Stimmen)
Alex Schneider sagte Vor 28 Tagen

Kultur und Politik

Zum Glück haben Kulturschaffende in den letzten Jahrzehnten an Einfluss auf die Politik verloren. Das Schüren von Emotionen, falsche Bilder, undifferenzierte Darstellungen von politischen Konflikten und das einseitige Partei ergreifen tragen leider nichts dazu bei, politische Probleme zu lösen. Dazu braucht es Nüchternheit, sachliches Abwägen der Positionen und eine unaufgeregte Diskussion. Alles langweiliges Zeug, also nichts für Kulturschaffende



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