Abstimmungen, Initiativen > Kanton ZH > Lohndumping-Initiative,

Die Lohndumpinginitiative​ ist ein Monster im Schafspelz

Artikel weiterempfehlen

Stimmen Sie dem Artikel zu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Artikel!

Die Reihe von so­zia­lis­ti­schen In­itia­ti­ven der letz­ten Jahre (u.a. «1:12», Bon­zen­steu­er, Min­dest­lohn, 6 Wo­chen Fe­rien etc.) findet in der Lohn­dum­ping-I­ni­ti​a­tive eine Fortsetzung. Wie alle diese ab­ge­lehn­ten lin­ken In­itia­ti­ven ist auch die Lohn­dum­ping-Vor­lag​e extremistisch und schäd­lich für den Werkplatz.

 

Die Gewerkschaften blasen mit dieser Initiative ein heute existierendes, aber relativ kleines Problem auf und nehmen mit ihrem populistischen Vorhaben massive Folgeschäden in Kauf, die letztlich auch die Arbeitnehmer benachteiligt.

In den letzten Jahren wurden bereits mehrere Massnahmen getroffen gegen Lohndumping, so dass Lohndumping heute nur vereinzelt vorkommt. Die meisten Verdachtsfälle sind zudem unbegründet. Doch mit der Initiative soll gerade bei blossem Verdacht – ohne diesen prüfen zu müssen! – die Arbeiten sofort unterbrochen werden!

Das würde bedeuten, dass in einem Betrieb, z.B. auf dem Bau, sofort die Arbeit eingestellt wird. Als Konsequenz daraus könnten Folgearbeiten nicht fristgerecht gemacht werden und Zulieferer müssten wieder weggeschickt werden. Dies würde zu Kostenüberschreitunge​n führen, und dem Kanton Zürich als Arbeitsstandort massiv schaden. Sollten sich ein Verdacht als unbegründet erweisen, wird es wohl Schadenersatzforderun​gen gegenüber dem Kanton geben, den wohl nicht zuletzt wir als Steuerzahler zu bezahlen hätten.

 

Die Vorlage würde insbesondere Branchen, die heute mit Gesamtarbeitsverträge​n und minimalen Lohnstandards sowieso schon eher überreguliert sind, noch bürokratischer und damit teurer machen. Bei einem Ja zur Initiative droht deshalb die Abwanderung von Aufträgen und damit Jobs in andere Kantone. Zürcher Arbeitnehmer würden damit schlimmstenfalls sogar ihre Jobs verlieren – dies wegen einer Forderung der Gewerkschaften!

 

Die​ Lohndumping-Initiativ​e kommt verführerisch als Schäfchen daher, ist aber radikal und gefährlich wie ein Monster. Mehr Probleme würden geschaffen, aber keines gelöst. Deshalb Nein am 28. Februar 2016.

 

 

Adrian Ineichen

Präsident FDP Dübendorf

 


Kommentare von Lesern zum Artikel

Information zur Abschaltung der Kommentarfunktion

Der Verein Vimentis hat sich entschieden, die Kommentarspalte zu den Blogs zu schliessen. In der folgenden Erläuterung erfahren Sie den Grund für diesen Entscheid.

Der Blog, und dazu gehört auch die Kommentarspalte, sind ein wichtiger Teil der Diskussionsplattform von Vimentis. Gleichzeitig sind Werte wie Respekt, Anstand und Akzeptanz für den Verein von grösster Wichtigkeit. Vimentis versucht diese Werte selbst einzuhalten, sowie auch auf der Website zu garantieren.

In der Vergangenheit wurden diese Werte in der Kommentarspalte jedoch regelmässig missachtet, es kam immer wieder zu nicht tolerierbaren Aussagen in den Kommentaren. Das Löschen dieser Kommentare ist heikel und zudem mit grossem Aufwand verbunden, welcher der Verein nicht stemmen kann. Zusätzlich können die Kommentare praktisch anonym verfasst werden, weswegen eine Blockierung der jeweiligen Personen unmöglich wird.

Folglich hat der Verein Vimentis entschlossen, die Kommentarfunktion abzuschalten und nur den Blog stehen zu lassen. Der Blog erlaubt es Personen weiterhin, sich Gehör zu verschaffen, ohne sich hinter einem Pseudonym zu verstecken. Die Änderung sollte die Blog-Plattform qualitative verbessern und all jenen Personen ins Zentrum rücken, welche Interessen an einer sachlichen Diskussion haben, sowie die oben erwähnten Werte respektieren.


67%
(3 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte August 2016

"Die Reihe von so­zia­lis­ti­schen In­itia­ti­ven der letz­ten Jahre (u.a. «1:12», Bon­zen­steu­er, Min­dest­lohn, 6 Wo­chen Fe­rien etc.) findet in der Lohn­dum­ping-I­ni­ti​​​a­tive eine Fortsetzung. (...)"

Es handelte sich hier u. a. um sozialdemokratische Initiativen, Herr Ineichen.

Mit dem traditionellen Sammelbegriff "sozialistisch" werden, wie hier schon oft erklärt, vier sehr unterschiedliche politische Richtungen bezeichnet.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

60%
(5 Stimmen)
Toni von Teufen sagte March 2016


Toni von Teufen sagte gerade eben

Habe zu diesem Thema einen Interessanten Kommentar gelesen (es geht auch die an, die keinen Job haben):

"PFZ u. Grenzgängern sei Dank"

Solange auch die RAV und die Sozialämter Jobs bzw. Löhne akzeptieren, die weit unter den orts-u. branchenüblichen Tarifen liegen und sogar mit Sanktionen drohen, sollte man diese nicht annehmen, werden diese Löhne salonfähig bleiben und weitere Millionäre hervorbringen. Da uns auch täglich über 300000 Grenzgänger unsere Jobs weg nehmen und unsere Löhne auch hier weiter drücken, wird es dank unserer "Volksvertreter" eher minder als besser... Schönreden, ignorieren und als Arbeitgeber profitieren - so funktioniert offensichtlich unsere Regierung...



Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



43%
(7 Stimmen)
Thomas Bachmann sagte February 2016

Die Situation auf dem Arbeitsmarkt ist leider komplett anders, als es die Politik gerne darstellt.

Mit den bereits gescheiterten Abstimmungen haben wir den Graben für Leute ab 45 Jahren weiter aufgerissen und das Verlangen nach günstigeren Arbeitsnehmern weiter geschürt.
Es sollte klar sein, dass die Hemmschwelle für Firmen höher wäre, Arbeitsnehmer im Ausland zu suchen, wenn Sie diesen Arbeitskräften den gleichen Mindestlohn bezahlen müssten (inkl. Abgaben) wie dem eigenen Volk. Da die vorangegangenen Abstimmungen abgelehnt wurden, wurde der Tourismus für günstige Arbeitskräfte weiter angeheizt. Was schlussendlich in der Masseneinwanderungsin​itiative endete, welche nun eine riesige Herausforderung bei der Umsetzung darstellt, damit wir nicht in die 80er Jahre zurückgestossen werden.

Es kann nicht angehen, dass eine Partei den Schutz des eigenen Volkes dermassen untergräbt. Des weiteren ist zu beachten, dass die Kosten, welche den normalen Bürgern auferlegt werden ins unermessliche Ansteigen (Kostenspirale). Im Gegenzug müssen die normalen Bürger entsprechende Stagnationen oder Reduktionen im Einkommen wohlwollend erdulden. Dies bedeutet, dass der gemeine Bürger früher oder später in eine Zwangslage kommt.

Mit einem garantierten Mindesteinkommen für Berufsgruppen, Ausbildungsstandart und Alter wäre eine Möglichkeit gegeben, dass ein überleben der normalen Arbeitsnehmer gewährleistet ist und dem sogenannten Lohndumping Einhalt geboten wird.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



55%
(11 Stimmen)
Georg Bender sagte February 2016

Das ganze Leben ist Mathematik!

Mit dem bewusst eingeprägten Denkirrtum, werden Menschen gegeneinander aufgehetzt! Wer in einem Schuldengeldsystem behaupten kann, es fehle an noch nicht getilgten Schulden (Geld), um die notwendigen Gemeinwohlaufgaben (Bildung und Soziales) zu erfüllen, hat mit der Wahrheit ein riesiges Problem! Das Verstehen der Entstehung, Funktion und Auswirkung des Geldsystems würde den Geist schärfen!

Ohne Investitionen und Kosten sind keine Erträge möglich! Der Geld- und Wirtschaftskreislauf bildet den Tauschhandel ab! Im gleichen Kontext sind die imaginären Steuerzahler zu erwähnen! Mit der Arbeit/Leistung werden die Bedürfnisse der Bevölkerung abgedeckt! Im erforderlichen Tauschhandel sind sämtliche Wirtschaftsfaktoren einkalkuliert!

Ein​e korrekte Rückführung der Staats- und Sozialquote über die Zuordnung Erwerbs- und Finanzeinkommen sind einzig direkt an der Quelle, zwischen Wirtschaft und Staat zu erfüllen! Damit würde die Arbeitsaufgabe von Administration hin zur Kontrolle umgelegt und stark verbessert! Auch die Roboter werden von Menschen geschaffen! Somit sind auch die Gewinne (aus Produktivität u.a.) anteilig in die Sozialsysteme zu leiten!

Das geltende System suggeriert fälschlicher Weise, dass die Anzahl der Beschäftigten massgebend seien, um die Sozialsysteme zu sichern! Völliger Quatsch! Einzig und alleine die Bedürfnisabdeckung der Bevölkerung, sprich Wirtschaftsleistung, generiert die Systeme! In diesem Kontext bezahlen die Jungen keinen Rappen für die Alten!

Um das Falschspielen der Anzahl Beschäftigten umsetzen zu können, wurde die Aufteilung Arbeit- Geber und Nehmer geschaffen! Im Informatikzeitalter ein Hohn! Die Abgaben, auch die Finanz- Einkommen und Gewinne, können an der Quelle erhoben werden! Der Arbeitnehmer hätte der Steuerbehörde, einzig die Arbeitsbestätigung abzugeben! Mit dem Arbeitgeber handelt er den Nettowert seiner Arbeit/Leistung aus! Die Zuweisung – Ansprüche müssten abschliessen definiert werden! Die jährlichen Steuererklärungen für die Arbeitnehmer im Bereich Erwerbseinkommen FERTIG!

Die Zuwanderung generiert Geldvolumen! Bei Verschuldung profitiert die Wirtschaft! Die oben erwähnte Umlage ist im Geldsystem (Geld dreht sich im Kreise) enthalten!

Die Ökonomen und Politiker wären als „Falschmünzer“ entlarvt! Sowohl die jährlichen Steuererklärungen für Arbeitnehmer im Bereich Einkommen, als auch die Steuerwettbewerbs- und Optimierungsspiele würden endlich der Vergangenheit angehören! Der Mensch würde endlich seine Aufgabe im Geld- und Wirtschaftssystem verstehen!




Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

Seite 1 von 1