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Abraham ist schuld, dass Bussen an Kinder verteilt werden

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Abraham ist schuld, dass Bus­sen an Klein­kin­der ver­teilt wer­den!

 

Seit Jahrhunderten wird Abraham verehrt, weil er Gott gehorchte. Bei näherer Betrachtung war er jedoch willens für eine Autorität ein Verbrechen zu begehen, nämlich seinen eigenen Sohn zu ermorden. Von ihm führt somit eine direkte Linie zu den Verbrechen der Nationalsozialisten, die ohne bedingungslose Unterwerfung unter Autoritäten nicht hätten wüten können. Diese bedingungslose Unterwerfung unter der Autorität ist der Anfang vom Ende einer Zivilisation. Die Jugend der 1968er und der 80er-Jahre versuchte diese Autoritätsgläubigkeit​ zu durchbrechen. Vergebens! Heute entscheiden Bürokraten und Experten alles. Sie setzen die Gesellschaftsordnung durch und der hat man sich zu unterwerfen und darf sie nicht in Frage stellen. Die Politik ist im Zangengriff der Experten und der Verwaltung. Scheinbare Sachzwänge müssen ohne hinterfragen hingenommen werden und Alternativen zu suchen ist verpönt. Die Universitäten sind heute engmaschig verwaltete marktorientierte Lehranstalten. Reflektion ist von ihnen nicht mehr zu erwarten. Selbst an den normalen Schulen geht nichts über Angepasstheit und Vorbereitung für das Leben als Arbeitstiere ohne eigenen Willen. Unsere Gesellschaft lebt im Gestern und ist nicht fähig die Zukunft zu gestalten. Eine Protestbewegung, welche es dringendst bräuchte, ist so nicht möglich. Davon profitiert, der Neoliberalismus, welcher nichts mehr fürchtet als selbstdenkende Arbeitnehmer und Bürger, die mehr vom Leben wollen als «molochen»

 

Ein erhöhter Anpassungs- und Konformitätsdruck, ein verschärfter Zwang zur

Selbstdisziplinie​rung sind der Preis, den die Gesellschaft zu zahlen hat, damit einige Wenige profitieren. Das Perfide daran ist, dass die Neoliberalen diesen Zwang zur Selbstoptimierung noch als Freiheit oder Eigenverantwortung verkaufen, in Tat und Wahrheit sind wir den herrschenden Mächten schutzlos ausgeliefert wie noch nie. Der Druck ist so hoch, dass ein Kontrolleur einem Kleinkind eine Busse ausstellt, statt diese unsinnige Regel in Frage zu stellen. Und bitte kommt jetzt nicht mit der faulen Ausrede, Gesetze müssten befolgt werden. Seit Nürnberg weiss, man, dass eine zivilisierte Gesellschaft diese Ausrede nicht akzeptieren darf. Der Einzige Unterschied zu damals ist, dass Angesichts der hunderttausenden von sinnlosen Normen und Weisungen der Entscheid nicht mehr einfach ist wie im Dritten Reich. Aber es braucht auch heute Mut dazu, aber Abraham hat als Vorbild gezeigt, dass dieser Mut unchristlich ist, deshalb ist für mich Abraham der Urvater der bürokratischen Verbrechen. Man verzeihe mir die Respektlosigkeit gegenüber Abraham     

 

 


Kommentare von Lesern zum Artikel

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50%
(4 Stimmen)
Walter Wobmann sagte April 2020

Der Titel Ihres Artikels ist schon etwas seltsam, aber Ihr Text hat durchaus seine Bewandtnis, Hr. Ebinger.--
Ja, auch ich habe so meine "liebe Mühe" mit dem alten Testament, insbesondere mit Moses und Abraham, Tempelpriestern und "Schriftgelehrten".

Ich glaube NICHT, dass der echte Urschöpfer-Gott jemals Tier- Menschen- und sonstige Blutopfer wollte, denn:
1. hat ER das nicht nötig, da ER der Quell aller Energie und Lebens ist. ER muss also nicht den Lebensodem von anderen Wesen stehlen um am Leben zu bleiben.
2. Wenn wir anderen Geschöpfen (Menschen, Tiere) Leid antun, schaffen wir uns selbst mehr Belastung (Kann man dann "Sünde" oder "Karma" nennen); nur von daher schon kann sowas nicht von Gott kommen.
Denn Gott will uns Menschen ganz sicher nicht noch mehr in Sünden verstricken.
3. Das neue Testament widerlegt all die alttestamentarischen Opfervorstellungen,
siehe: Hebräerbrief Kap.10, 1 bis 8.
Das pikante Detail im Hebräerbrief aber ist, das Gott nicht einfach die Opfer irgendwann einführte und dann im neuen Bund abschaffte, so wie das immer wieder fälschlicherweise behauptet wird, sondern dass "Gott NIE Gefallen FAND, an diesen Opfern!!--
Das Wort "FAND" sagt deutlich aus, dass es Gott auch schon im alten Testament nicht gefiel, wenn Menschen andere Geschöpfe Gottes misshandelten und töteten.--

4. Meine Schlussfolgterung: Von daher wird es wahrscheinlicher, dass der sog. "Gott" des alten Testaments gar nicht derselbe ist, wie der GOTT des neuen Testaments, so wie Jesus IHN verkündete.
Wer die beiden Testamente gelesen hat, merkte bald einmal, dass im NT ein ganz anderer Gott verkündet und gelehrt wird, als im AT.
NT-GOTT: Barmherzig, Verzeihend, liebend, aber dennoch gerecht.
AT-"Gott": Eifersüchtig, Racheprinzip, ändert seine Meinung, Auserwählungswahn, Blutopfer-fordernd, ...

Und tatsächlich; Jesus war ein grosser Kritiker der damaligen Schriftgelehrten:
ER​ entlarvte die Pharisäer und Sadduzäer (die damalige jüdische Elite) als Irrlehrer!
Siehe: Matth. Kap. 16, 6 bis 12.

Was mit dem Beispiel Abrahams der Menschheit übergeben wurde, ist tatsächlich ein Problem, das sich bis heute negativ auswirkt:
Obwohl uns GOTT einen freien Willen und einen Verstand gegeben hat, wurde im AT von Abraham Kadavergehorsam gefordert!-- WER war derjenige, welcher von Abraham sowas wollte?-- Ganz sicher nicht GOTT sondern ein anderes, mächtiges Geistwesen.

Als GOTT dann sah, dass Abraham auf den "Gimpelfang" dieses mächtigen Geistwesens hereinfiel, schickte ER schnell einen Engel, um Schlimmeres zu verhindern.

Mein Fazit ist:
Abraham hat die Prüfung GOTTES NICHT bestanden, denn er hat sich wie ein willenloser Bioroboter verhalten; und nicht mehr selber mitgedacht!--
Aber für das "andere Geistwesen" welches ihm diese opfer-Anweisung gab, hatte Abraham sehr wohl die "Prüfung" bestanden. Somit wusste dieses Geistwesen, wessen Nachfahren es dann "für seine weiteren Absichten auserwählen" konnte.--

Nun verstehen Sie, warum ich ihre Respektlosigkeit gegenüber Abraham nachvollziehen und sehr gut mitfühlen kann.--

Dennoch bin ich überrascht von Ihnen, Hr. Ebinger:
Normalerweise sind praktisch alle FDP-Mitglieder glühende Anhänger des Neoliberalismus und Globalismus.-- Dass Sie es wagen, den Neoliberalismus zu kritisieren, ist schon ein grosses Novum für ein FDP-Mitglied und braucht sicherlich viel Mut.

Aber: Bleiben Sie dabei und halten Sie ihren Verstand weiterhin eingeschaltet; denn Sie sind auf einem guten Pfad.--


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14%
(7 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte August 2019

"(...) Aber es braucht auch heute Mut dazu, aber Abraham hat als Vorbild gezeigt, dass dieser Mut unchristlich ist, deshalb ist für mich Abraham der Urvater der bürokratischen Verbrechen. (...)"

Die "Opferung Isaaks" durch seinen Vater Abraham ist eine SAGE im Alten Testament (Gen 22,1–19 EU), Herr Ebinger. Gott befiehlt darin Abraham vorerst, seinen Sohn Isaak zu opfern. An der Opferstätte hält ein "Engel" Abraham jedoch im letzten Moment davon ab, seinen Sohn zu töten.

Die Sage erklärt, wie der Gott Jahwe bei seinen Anhängern die Opferung von Menschen (speziell des ältesten Sohnes), die in Kanaan im Altertum gang und gäbe war, als Kult abschaffte und wie er das Menschenopfer durch das Tieropfer ersetzte. Die Autoren der Sage wollten auch darstellen, dass Jahwe, die Nachfolge Abrahams durch Isaak wünschte und sicherte, so dass die alttestamentliche Ahnenreihe zum Volk mit den Jahwe-Kulten entstehen konnte.

Abraham und Isaak haben nicht gelebt.


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(5 Stimmen)
Bruno Zoller sagte August 2019

Schöner Text Herr Ebinger. Gebe Ihnen vollkommen Recht.


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40%
(5 Stimmen)
Ernst Jacob sagte August 2019

> Heute waren oder sind die 68er und 80er die entscheiden Bürokraten, Experten und Manager ...

Stimmt. Mit einer Einschränkung allerdings, denn die 99+ prozentige Mehrheit der damaligen Jungen hatte weder einen Bezug zur Flower-Power Generation, noch versuchten sie sich in alternativen Lebensformen, vor Allem hier in der Schweiz.

Die Einzigen, die damals, z.B. in Zuerich, auf die Strassen gingen, waren Kinder derer, denen es damals schon gut ging, und die sich vor Allem gegen die schulischen Bildungsformen zur Wehr setzten, die halt damals noch galten. Aber Flower-Power fand nur in vereinzelten Köpfen statt, denn der überwiegende Teil der Jungen machte sich eher noch daran, am steigenden Wohlstand teilzunehmen.

Verübeln darf man es ihnen aber nicht, denn das System an sich war immer noch sehr rigide. Man lebte schliesslich im Zustand des kalten Krieges, unter dem Eindruck links und rechts, und beide Seiten waren ja auch bestückt mit Atomwaffen, einem Sznario also, was Flower-Power in diesem Teil Europas eher zu einer Schnaps-Idee verkommen liessen.

Aber es gab ja auch im dritten Reich Andersdenkende. Und Kontrolleure, die fragwürdige Personen bei der Polizei meldeten. Genau so wie anfangs der Siebziger, wenn jemand feststellte, dass es aus dem Fenster der Nachbarswohnung so komisch roch, und man das Gefühl hatte, es vielleicht mit gefährlichen Haschern zu tun zu haben, die dann im Drogenrausch vielleicht einem noch das Haus anzünden könnten ....

So einfach ist es daher nicht, eine ganze Generation für etwas verantwortlich zu machen, was bis heute noch nicht funktioniert. Aber es geht ja auch nicht um Vernunft, es geht um Regeln. Aber solange Leute Regeln machen, für Dinge, von denen sie selber nichts verstehen, kann man ja auch gar nicht erwarten, dass solche Regeln nachher funktionieren. Sie müssen aber auch nicht, denn sonst bräuchte es ja auch keine Kontrolleure, und das wäre so ziemlich das Letzte, was ein Staat und seine Besoldeten möchten.

Die Vernunft, oder gar das Wissen, spielen aber dabei absolut keine Rolle, es geht um das System, von welchem Alle profitieren, und vor allem auch die, die im Hintergründ die Fäden ziehen.


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29%
(7 Stimmen)
Karlos Gutier sagte August 2019

Richtig, nur Heute waren oder sind die 68er und 80er die entscheiden Bürokraten, Experten und Manager. Sobald diese am Futtertrog waren hat die grosse Mehrheit das Spiel mitgemacht, es brachte für diese auch grosse Profite.

Der ÖV-Kontrolleur in Schaffhausen hatte weder gesunden Menschenverstand noch noch Mut eine eigene Entscheidung zu treffen, er war ein Paragraphenreiter. Das ist etwas das es nicht geben sollte. In solchen Situationen muss man sich immer die Frage stellen (ich bin auch Kontrolleur in technischen Anlagen) was will diese Norm, Gesetz, Verordnung erreichen, dann kann man auch ganz einfach selbstverantwortlich eine Entscheidung treffen und diese auch mit guten Gewissen vertreten, auch wenn sie nicht exakt den Paragraphen entspricht, so handhabe ich es und habe immer gute Erfahrungen damit gemacht.

Vielleich​t handelte der Mann so weil Deutschland nicht weit ist, die Deutschen sind halt heute noch Obrigkeitshörig geprägt durch das ehemalige Kaiserreich.


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