Lexikon: Erfahrungskurve

Die Erfahrungskurve ist ein Konzept der Betriebswirtschaftslehre und besagt, dass die Kosten einer produzierten Einheit konstant sinken, je mehr ein Unternehmen davon produziert. Mit jeder Verdoppelung der produzierten Menge können – so das Konzept der Erfahrungskurve – die Stückkosten eines Produktes 20 bis 30% zurück gehen.

Eine Ursache für diesen Effekt ist der Lerneffekt, d.h. die Arbeitskräfte gewinnen während ihrer Arbeit an Erfahrung und werden dadurch schneller. Eine weitere Ursache ist die sogenannte Fixkostendegression, d.h. wenn die Produktionsmenge erhöht wird, können die Kosten von fixen Produktionsmitteln (z.B. ein Lagergebäude) auf mehrere produzierte Einheiten verteilt werden, wodurch die Kosten pro produzierte Einheit abnehmen. Dazu kommen die kostensenkende Wirkung von technischem Fortschritt und von Rationalisierungsmassnahmen.

Aus dem Konzept der Erfahrungskurve folgt, dass ein Unternehmen möglichst schnell grosse Marktanteile gewinnen sollte, da es durch eine grosse Produktionsmenge seine Stückkosten senken und damit das Produkt günstiger anbieten oder den Gewinn vergrössern kann.
Das Konzept der Erfahrungskurve ist nicht für alle Unternehmen und Branchen gleich gut anwendbar und wird auch mehrfach kritisiert.

Untenstehendes Bild zeigt die sinkenden Stückkosten bei zunehmender Produktionsmenge.

 

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Artikel wurde am 31.08.2016 aktualisiert


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