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Stark für Kinder in Not: Soziale Projekte für Kinder

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Kinder sind unsere Zukunft. Wir möchten sie stark machen und von Anfang an mit den wichtigen Kompetenzen ausstatten, damit sie das Projekt Zukunft selbstbewusst in die Hand nehmen können. Leider gibt es überall auf der Welt viele Kinder und Jugendliche, die von Geburt an sozial benachteiligt sind oder im Laufe ihrer Kindheit und Jugend durch familiäre Schicksalsschläge oder andere Unwägbarkeiten in eine Lebenssituation geraten, die es schwer für sie macht, zu starken, selbstständigen und kompetenten Erwachsenen zu werden. Neben dem Allernötigsten wie einem sicheren Zuhause, Kleidung, Nahrung und medizinischer Versorgung bleibt meist nichts übrig, um Kinder im sozialen Bereich stark zu machen, zum Beispiel im Kontakt mit Anderen, auf Schulfreizeiten oder in Sportvereinen.

Diese Kinder und Jugendlichen benötigen Hilfe, damit ihnen der Weg in eine vielversprechende Zukunft gelingen kann. Viele soziale Projekte richten sich gezielt an die Bedürfnisse von benachteiligen Kindern und Jugendlichen. Durch finanzielle Unterstützung, pädagogische und psychologische Begleitung und gezielte Förderangebote möchten diese Hilfsprojekte sozialer Einrichtungen Hilfe zur Selbsthilfe bieten. Die Angebotsvielfalt ist gross, der Bedarf oft noch grösser. Soziales Engagement wird mit jedem Jahr wichtiger, denn auf den Schultern unserer Kinder ruht die Verantwortung für eine Welt, die wir ihnen nicht gerade im besten Zustand übergeben. Machen wir sie stark dafür, diese Verantwortung vollumfänglich tragen zu können.

 

Armut in der Schweiz

Armut ist kein Problem der Dritte-Welt-Länder. Sie existiert mitten unter uns, in einer grundsätzlich wirtschaftlich stabilen Gesellschaft. Derzeit lebt über eine Millionen Menschen in der Schweiz unterhalb der Armutsgrenze oder nur knapp darüber. Das berichtet Das „Neue Handbuch Armut in der Schweiz“ der Caritas.

Bereits im Jahr 1999 hat das Bundesamt für Statistik die erste Armutsstatistik veröffentlicht. Das Verfahren zur Ermittlung belastbarer und repräsentativer Daten ist seither stetig weiterentwickelt worden, denn Armut ist nicht nur eine Frage des Einkommens. Viele andere Aspekte müssen in eine Beurteilung miteinfliessen, denn Armut hat viele Facetten.

Eine einheitliche Definition von Armut gibt es in der Schweiz derzeit nicht. Die konkreteste Aufschlüsselung der Thematik geht wahrscheinlich auf die Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe zurück, die das Existenzminimum definiert. Dieses setzt sich zusammen aus den Kosten für den allgemeinen Lebensunterhalt (Nahrung, Kleider, Haushaltsgegenstände,​ Velo/Mofa, Öffentliche Verkehrsmittel, Reinigung, Körperpflege, Kino, Zeitung, Radio/TV Konzession, Sport, Spielsachen, Haustiere, Vereinsbeiträge, Geschenke, etc.), den Wohnkosten (ortsübliche Miete und Nebenkosten) und den Kosten für die medizinische Grundversorgung (inkl. Zahnarzt).

Als arm gilt demnach in der Schweiz eine alleinlebende Person, die weniger als 29'501 CHF pro Jahr an verfügbarem Einkommen aufweisen kann. Mehr als 13 Prozent der in der Schweiz lebenden Bevölkerung ist derzeit gefährdet, unter die Armutsgrenze zu rutschen. Vor allem in Familien mit mehreren Kindern oder Alleinerziehenden Elternteilen leben viele Kinder an der Armutsgrenze oder sogar darunter. Auch Senioren über 65 Jahre sind oft von Armut betroffen. Besonders selten ist Armut bei kinderlosen Paaren unter 65 Jahren anzutreffen. Ein wesentlicher Faktor ist dabei neben der familiären Situation auch die Ausbildung.

 

Armut halbieren: Eine Kampagne der Caritas

Mit der Kampagne „Armut halbieren“ hat die Caritas schon 2009 ein Projekt ins Leben gerufen, das sich darum bemüht, bis zum Jahr 2020 die Zahl der in Armut lebenden Menschen in der Schweiz zu halbieren. Ein ehrgeiziges Projekt, das unter anderem die breite Unterstützung der Bevölkerung benötigt und natürlich das unermüdliche Engagement sozialer Einrichtungen und Projekte, die sich täglich um das Wohl der sozial Benachteiligten in unserer Gesellschaft bemühen. Träger der Kampagne „Armut halbieren“ sind die regionalen Caritas-Organisatione​n, die Gesamtheit der Mitglieder der Schweizerischen Bischofskonferenz und eine Vielzahl weiterer Organisationen, die sich gegen Armut in der Schweiz engagieren.

Ein wichtiges Anliegen der Kampagne besteht darin, Armut aus der Tabuzone herauszuholen und für alle Mitbürgerinnen und Mitbürger präsent zu machen. Ein gezieltes Monitoring der Arbeitspolitik in der Schweiz ist deshalb das Herzstück des Projektes. Im Jahr 2013 rief der Bund das Nationale Armutsprogramm ins Leben, das von 2014 bis 2018 verschiedene Empfehlungen einbrachte, um auf nationaler Ebene gezielt gegen die Armut vorzugehen. Auf der Nationalen Plattform gegen Armut wird die Umsetzung des nationalen Armutsprogrammes unterstützt und begleitet. Sie dient als Austauschplattform für Fachpersonal und politische Entscheidungsträger, die wesentlich an der Umsetzung einzelner Projekte und Vorgaben beteiligt sind.

 

Die zentralen Themen und Handlungsfelder sind:

-      Frühe Förderung

-      Frühe Förderung in Gemeinden

-      Berufswahl und Berufseinstieg

-     ​ Nachholbildung

-     ​ Soziale und berufliche Integration

-      Wohnen

-      Informationszugang für Betroffene

-      Familienarmut

-      Schulden

(Quelle: http://www.gegenarmut​.ch/themen/)

 

Hilfe zur Selbstentwicklung: Stiftung „Menschen für Menschen Schweiz“

Zusammen mit Rolf Knie, setzt sich die Stiftung „Menschen für Menschen Schweiz“ seit 1981 für die Hilfe zur Selbstentwicklung in Äthiopien ein. Das Ziel der Stiftung: eine Welt ohne die Spaltung in Arm und Reich. Unterstützt wird die Stiftung beispielsweise von Cornèrcard, die sich seit 2010 für die Stiftung engagiert und damit einen Beitrag zur Förderung der Schulbildung in Äthiopien leisten. Tatsächlich kann Bildung als Ausweg aus der Armut gesehen werden, wie auch bei menschenfuermenschen.​ch nachzulesen ist.

 

Für leuchtende Kinderaugen: Die Stiftung für Kinder in der Schweiz

Soziale Kompetenzen erwachsen unter anderem aus innerer Zufriedenheit, dem Gefühl von Sicherheit und glücklichen Momenten. Die Stiftung für Kinder in der Schweiz hat es sich zur Aufgabe gemacht, sozial benachteiligten Kindern glückliche Momente zu ermöglichen und so eine Basis für tragbare soziale Beziehungen zu schaffen. Auch hier steht Hilfe zur Selbsthilfe im Vordergrund, denn nur, wer in der Lage ist, sich selbst zu helfen, stellt sich auch in Zukunft mit Selbstbewusstsein den Anforderungen des Lebens.

Familien in einer sozial benachteiligten Lebenssituation werden eingeladen, sich mit ihrer ganz persönlichen Geschichte an die Stiftung zu wenden, um dort kompetente Hilfe zu erhalten, die vor allem auf die Bedürfnisse der Kinder zugeschnitten ist. Aufsicht und Prüfung durch das Eidgenössische Departement des Innern (EDI), einer unabhängigen Revisionsstelle und dem kantonalen Steueramt (NW) bietet die Stiftung Unterstützung auf vielfältigen Ebenen an, die Kindern aus sozial benachteiligten Familien dabei helfen kann, mit besseren Grundvoraussetzungen in eine selbstbestimmte Zukunft zu starten.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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88%
(8 Stimmen)
ueli hofer sagte August 2019

Aufgepasst!

Dieser​ Blogschreiber schliesst möglicherweise ganz plötzlich die Kommentarfunktion.
D​ies ist jeweils ärgerlich, wenn Sie sich bemüht haben, einen Kommentar zu schreiben, ihn dann publizieren wollen und schliesslich feststellen, dass die Kommunikation gesperrt ist - und das ohne jegliche Begründung.

Das finde ich frustrierend - sogar arrogant und frech.



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50%
(8 Stimmen)
jan eberhart sagte August 2019

Hilfswerke (NGO's) behaupten viel, um an Spendengelder zu kommen.

Auf Arte kam eine Doku über vom WWF unterstützte Wildhüter, die Einheimische drangsalieren und von ihrem alten Leben abhalten.

Hauptsac​he man hat ein Nashorn gerettet und die Spender kommen wenn überhaupt auf eine geführte Safari wo man heile Welt vorspielt.

Da echte Leben bekommt man wie in den Betonburgen am Mittelmeer nicht zu sehen.




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58%
(12 Stimmen)
Hans Knall sagte August 2019

Das ist ein von hochbezahlten Marketingtextern verfasstes Werbepamphlet zur finanziellen Förderung einer weiteren hilfsindustriellen Abzockerbande unter dem Label angeblicher Überwindung einer „Spaltung in Arm und Reich“ welcher Kinder in Äthiopien ausgesetzt sein sollen.

Wie üblich wird behauptet, „die Hilfe“ sei „vor allem auf die Bedürfnisse der Kinder zugeschnitten“ und es würden „sozial benachteiligten Kindern glückliche Momente ermöglicht“ und „soziale Kompetenzen“ vermittelt, die aus „innerer Zufriedenheit, dem Gefühl von Sicherheit und glücklichen Momenten erwachsen“ soll, damit die „Hilfe zur Selbsthilfe“ ermöglichen wird, „sich in Zukunft den Anforderungen des Lebens zu stellen“.

Ist irgendeine plumpe Floskel vergessen worden?
„Kinder stark machen“, „die Zukunft selbstbewusst in die Hand nehmen“, „von Geburt an sozial benachteiligt“, „Schicksalsschläge und Unwägbarkeiten die es schwer machen zu starken, selbständigen und kompetenten Erwachsenen zu werden“, „Hilfe, damit eine vielversprechende Zukunft gelingen kann“, „gezielte Förderangebote“, „auf den Kindern ruht die Verantwortung für eine Welt, die wir ihnen nicht gerade im besten Zustand übergeben“, „Armut existiert mitten unter uns“, „das unermüdliche Engagement sozialer Einrichtungen und Projekte, die sich täglich um das Wohl der sozial Benachteiligten in unserer Gesellschaft bemühen“, „gezielt gegen die Armut vorgehen“, „Plattform gegen Armut“, „Austauschplattform für Fachpersonal und politische Entscheidungsträger, die wesentlich an der Umsetzung einzelner Projekte und Vorgaben beteiligt sind“, „Familien in einer sozial benachteiligten Lebenssituation werden eingeladen sich mit ihrer ganz persönlichen Geschichte an die Stiftung zu wenden“…. Alles da!

Ich krieg das Kotzen ab so viel geldgeiler Schleimerei die dann doch in erster Linie dem Wohlbefinden der Spendensammler, Buchhalter, Projektdesigner, Geschäftsführer, Werbebüros, Sitzungsteilnehmer, Berichterstatter, Konzeptanalysten, Sozial- und Geschwätzwissenschaft​​ern oder Rechtsbeugern zugutekommen wird, die sich allesamt am Unglück tatsächlich Bedürftiger bereichern.


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