Abstimmungen, Initiativen > National > Volksabstimmung vom 10. Juni 2018: Bundesgesetz über Geldspiele (Geldspielgesetz),

Sport, Kultur und AHV brauchen das neue Geldspielgesetz!

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Jährlich flies­sen rund 1 Mil­li­arde Fran­ken aus den Er­trä­gen der Schwei­zer Lot­te­rien und Ca­si­nos in Pro­jekte in den Be­rei­chen Sport, Kul­tur, So­zia­les, Na­tur- und Um­welt­schutz sowie in die AHV. Davon pro­fi­tie­ren der Ju­gend-, Brei­ten- und Leis­tungs­sport in un­zäh­li­gen Ver­ei­nen, Thea­ter­grup­pen und Fes­ti­vals, aber auch Pfa­di- und Ju­gend­sport­lä­ger,​ der Denk­mal­schutz, Na­tur­parks, Tier­ge­hege oder Zoos sowie nicht zu­letzt auch alle AHV- und IV-­Be­zü­ge­rin­nen und Be­zü­ger. Mit an­de­ren Wor­ten: Die Er­träge leis­ten einen un­ver­zicht­ba­ren Bei­trag an ge­meinnüt­zige Pro­jek­te, von denen die ge­samte Schwei­zer Be­völ­ke­rung pro­fi­tiert. Un­sere ge­meinnüt­zige Schweiz wäre ohne diese jähr­li­che Un­ter­stüt­zung von einer Mil­li­arde Fran­ken kaum mehr denk­bar.

 

Diese Unterstützung ist jedoch in Gefahr. Denn illegale ausländische Glückspielanbieter aus Gibraltar, Malta und anderen Offshore-Standorten ziehen bereits heute rund 260 Millionen Franken mit ihren Angeboten aus der Schweiz ab. Auf diese Millionen zahlen sie weder Steuern noch Abgaben an Sport, Kultur, Soziales oder die AHV. Zudem bieten sie keinen Schutz vor Spielsucht und leisten keinerlei Bei-träge an die Spielsuchtprävention.​

 

Das neue Geldspielgesetz schiebt diesen illegalen Angeboten einen Riegel vor. Es stellt sicher, dass die Erträge aus dem Geldspiel weiterhin in unser Gemeinwohl und nicht an illegale Online-Geldspielanbie​ter in Malta oder Gibraltar fliessen. Das hat nichts mit «Heimatschutz» oder «Internetzensur» zu tun. Im Gegenteil: Wir alle wollen ein freies Internet, aber kein rechtsfreies Internet! Illegale Angebote müssen vom Gesetzgeber gestoppt werden. Das neue Geldspielgesetz macht genau das. Es schützt erstens vor illegalen Geldspielangeboten aus Offshore-Staaten, sorgt zweitens für den Schutz der Schweizer Bevölkerung vor Sucht und garantiert drittens, dass weiterhin jährlich 1 Milliarde Franken in unsere gemeinnützige Schweiz fliessen. Das Gesetz führt so das bewährte System des kontrollierten und verantwortungs-vollen​ Geldspiels weiter. Dies zum Nutzen aller Schweizerinnen und Schweizer und nicht zugunsten privaten Aktionären im Ausland. Darum sage ich am 10. Juni Ja zum gemeinnützigen Geldspielgesetz.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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75%
(20 Stimmen)
jan eberhart sagte May 2018

Man mockiert sich gerne über Trump und seine Äusserungen.

Dabei​ setzen auch Schweiz/EU auf Abschottung.

Die Schweiz und die EU haben ja hohe Zölle auf Lebensmittelimporte, um die heilige Kuh der Bauern zu schützen. Die Lebensmittel sind teuer, wg. der teuren Inlandproduktion und den hohen Zöllen auf Importen.

Man kann natürlich sagen, dass man im Ernstfall eine gewisse Inlandproduktion braucht um eine Abhängigkeit vom Ausland zu verrringern (wie im 1. WK und 2. WK). Ebenso braucht es ein nationales TV/Radio und eine gewisse Rüstungsproduktion. Ohne Armee wäre man jedem Aggresor schutzlos ausgeliefert und würde zum Spielball wie von 1799-1815. "Switzerland first" eben.

Nur inländische Spielwettenanbieter zu dulden und von Offenheit/Freihandel zu sprechen ist schon merkwürdig.




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81%
(21 Stimmen)
jan eberhart sagte May 2018

Tatsache, dass gem. neuen Gesetz ausländische Anbieter gar kein legales Angebot anbieten können.

Bald schon werden weitere Netzsperren folgen z.b im Bereich Musik/Film.

Deshalb nein zum Monopol-Gesetz am 10.06.2018.


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85%
(20 Stimmen)
Otto Jossi sagte May 2018

Herr Candinas, Sie behaupten, dass Internetanbieter aus Gibraltar, usw. stammen. Viele Internetanbieter kommen aus EU Ländern, auch Sportwetten und diese zahlen im Standortland Steuern. Man müsste nach Ihrer Meinung die Schweiz abschotten, das sind neue Töne von der CVP. Zudem sind Internetsperren besonders leicht zu umgehen, so dass jedes Kind das bewerkstelligen kann. Die Gewinne die in der Schweiz durch solche Anbieter gemacht werden sind verschwinden klein. Zudem hat jedes Verbot den Effekt, dass Benutzer weiterfahren, aber in die Kriminalität abrutschen. Betrafen können Sie nur die einheimische Bevölkerung, denn dort wo die Spiele angeboten werden sind sie legal.
Wieder einmal ein Vorstoss aus dem Parlament Sommaruga, das schon viele Fehlentscheide produziert hat. Will man etwas tun, dann bitte überlegt und nicht einfach ein MONOPOL für die existierenden Schweizer Anbieter schaffen. Alle prangern Trump an, jetzt ist die Schweiz auch hier angelangt. Helvetia first !!!



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50%
(16 Stimmen)
Georg Bender sagte May 2018

Ich habe nie gedacht, dass der Sport proklamiert: "keine Macht den Drogen", aber von den Drogen gerne profitieren möchte.

Mit der Vollgeldinitiative muss doch der hinterletzte Mensch begriffen haben, dass es niemals an Geld fehlen kann, sondern nur an der Verteilung, resp. den einfältigen Verknappungsspielen der Regierenden. Darum sollte man die Drogen bekämpfen und nicht von ihnen profitieren?

Seien​ Sie gegrüsst Georg Bender, Zivilgesellschafter


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