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Risiken und Resilienz

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"Konkrete An­re­gun­gen für eine ro­bus­te, lang­fris­tig er­folg­rei­che Politik:

Ers­tens: Jedes Land muss seine wich­tigs­ten Ri­si­ken ken­nen, für seine Be­völ­ke­rung an­ge­mes­sen vor­sor­gen und für den Kri­sen­fall be­reit sein. Die Re­gie­run­gen sind dafür ver­ant­wort­lich und müs­sen Re­chen­schaft ablegen.

Aus­re­den mit Ver­wei­sen auf in­ter­na­tio­nale Ge­mein­schaf­ten wie die EU oder die UNO sind un­zuläs­sig. Eine ü­ber­zeu­gende na­tio­nale Ri­si­ko­vor­sorge ist die beste Vor­aus­set­zung, auch an­de­ren Län­dern im Kri­sen­fall bei­ste­hen zu können.

Zwei­tens: In­ter­na­tio­na­ler Frei­han­del ist wert­voll, aber um das glo­bale Wirt­schafts­ge­füge re­si­li­en­ter zu ma­chen, muss jedes Land die für seine wirt­schaft­li­che Si­tua­tion pas­sende Ba­lance zwi­schen Pro­tek­tio­nis­mus und Frei­han­del finden.

Eine ef­fi­zi­en­te, pro­duk­tive Land­wirt­schaft gehört zwei­fel­los zu den wich­tigs­ten Pfei­lern einer re­si­li­en­ten Ge­sell­schaft und ver­dient ent­spre­chen­den Schutz.

Bei an­de­ren Bran­chen muss von Fall zu Fall eine Güter­ab­wä­gung ge­macht wer­den, wobei die rei­che und kom­pe­ti­tive Schweiz bei an­de­ren Bran­chen meist kei­nen na­tio­na­len Schutz braucht, aber ver­nünf­tige Rahmenbedingungen.

Wei­ter sollte durch ge­eig­nete An­reize und Vor­schrif­ten die La­ger­hal­tung bei sys­tem­kri­ti­schen Gütern wie Me­di­ka­men­ten, Le­bens­mit­teln und Ener­gie­trä­gern ge­stärkt wer­den. Zwar ma­chen dies fast alle Län­der so­wie­so, die meis­ten aber nur im Stil­len und un­ge­nü­gend, weil es Geld kostet.

Das Ziel ist nicht eine sie­ben­jäh­rige To­tal-Aut­ar­kie, wie es die alten Ägyp­ter in der Bibel ge­braucht hät­ten; aber wenn Me­di­ka­mente und Schutz­mas­ken in der Co­ro­na­krise in­ner­halb von we­ni­gen Wo­chen nicht mehr rei­chen, scheint es mas­siv mehr zu brau­chen, als es un­sere Re­gie­run­gen bis heute für nötig er­ach­tet haben.

Drit­tens: Im Fall der Schweiz ist die Mi­gra­ti­ons­po­li­t​ik so­wohl quan­ti­ta­tiv als auch qua­li­ta­tiv zu ü­ber­den­ken. Schon heute ist die Schweiz mit knapp neun Mil­lio­nen Ein­woh­nern – davon rund ein Drit­tel mit Mi­gra­ti­ons­hin­ter​­grund – aus einer Nach­hal­tig­keits- und Ri­si­ko­op­tik be­trach­tet überbevölkert.

Die an­hal­tende hohe Net­to­zu­wan­de­rung​ er­höht die Ver­letz­bar­keit und die Ver­sor­gungs­knapp­h​eit in Kri­sen­zei­ten wei­ter; idea­ler­weise sollte der Mi­gra­ti­ons­saldo des­halb aus­ge­gli­chen sein und die Be­völ­ke­rungs­zahl lang­fris­tig wie­der sinken.

Aber auch qua­li­ta­tiv muss auf eine hohe In­te­gra­tion Wert ge­legt wer­den. Wenig in­te­grierte Grup­pen mit ab­wei­chen­den Wert­vor­stel­lun­gen​ oder un­zu­rei­chen­den Sprach­kennt­nis­sen er­schwe­ren ein ge­mein­sa­mes ra­sches Han­deln in Kri­sen­zei­ten und er­höhen das Ri­siko von inner­ge­sell­schaft­​li­chen Span­nun­gen und Gewalt.

Vier­tens: Die Welt­be­völ­ke­rung lebt schon heute mit knapp 8 Mil­li­ar­den Men­schen über der lang­fris­ti­gen Trag­fähig­keit der Erde, wo­durch die glo­bale Re­si­li­enz deut­lich ver­rin­gert ist.

Mit ab­neh­men­der Armut re­spek­tive glo­bal zu­neh­men­der Kauf­kraft und einer Welt­be­völ­ke­rung von über 11 Mil­li­ar­den am Ende des Jahr­hun­derts wird der glo­bale Puf­fer noch viel mehr ü­ber­las­tet sein.

Jedes Land, aber auch die UNO ist drin­gend auf­ge­for­dert, schnellst­mög­lich allen Men­schen Zu­gang zu Fa­mi­li­en­pla­nungs​­mit­teln zu geben und durch Auf­klärungs­kam­pa­g​nen sowie pas­sende So­zial- und Bil­dungs­po­li­tik dafür zu sor­gen, dass mög­lichst viele Paare die Kin­der­zahl durch­schnitt­lich unter die Re­pro­duk­ti­ons­rat​e von 2.2 Kin­der pro Frau senken.

Ziel muss sein, län­ger­fris­tig mit­tels frei­wil­li­ger Mass­nah­men die Welt­be­völ­ke­rung unter vier Mil­li­ar­den zu sen­ken. Im Durch­schnitt haben Frauen in Eu­ropa schon seit Jahr­zehn­ten nur noch circa 1.5 Kin­der und sind damit vorbildlich.

Hof­fen wir, dass die ak­tu­elle Co­ro­na­krise we­nigs­tens etwas Gutes her­vor­bringt, näm­lich das Be­wusst­sein der Men­schen zu stär­ken, wie fra­gil un­sere so si­cher ge­glaubte Welt tatsäch­lich ist.

Dar­aus fol­gend soll­ten die Re­gie­run­gen die Re­si­li­enz deut­lich höher ge­wich­ten und die Me­dien ihre Rolle als un­ab­hän­gi­ge, kri­ti­sche Be­ob­ach­ter wie­der stär­ker leben und dafür sor­gen, dass diese Ein­sicht nicht schon we­nige Mo­nate nach Ende der Co­ro­na­krise aus dem öf­fent­li­chen Be­wusst­sein wie­der ver­schwun­den sein wird.“ (Blog Eco­pop, Au­tor: Benno Büeler, Dr. math ETH, Dipl. In­g.-A­gr. ETH, ist Vor­stands­mit­glied von Eco­pop, 03.04.2020)


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33%
(9 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte April 2020

Es fehlen entschiedene Massnahmen gegen viel wahrscheinlichere Todesrisiken als sie der Terror darstellt. So ist es ist 200 x so riskant, Opfer eines Rasers zu werden.

https://ww​w.vimentis.ch/dialog/​readarticle/fuer-die-​reduktion-der-tatsaec​hlichen-todesrisiken/​


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