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PREISSENKUNGEN DURCH KAUFEN IM AUSLAND ERZWINGEN

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Migros und Coop ma­chen bei der Volks­i­ni­tia­tive für tiefere Preise nicht mit. Weshalb?

Nivea-Hautc​​​​​reme, Co­ca-­Cola oder El­mex-­Zahn­pasta – die Kun­den wol­len seit Jah­ren EU-­Prei­se. Aber die Im­por­teure möch­ten wei­ter­hin die hohe Kauf­kraft der Schwei­zer abschöpfen.

Und ausgerechnet jetzt, wo Unterschriften für eine Volksinitiative gegen Preis­diskriminierung​​​​​ gesammelt werden, stehen die Grossverteiler Migros und Coop Gewehr bei Fuss. Dabei könnten sie jederzeit radikale Preissenkungen erzwingen. Das wollen sie aber nicht, weil sie dann auch die Preise ihrer Schweizer Produkte radikal senken müssten.

Mehr hier, unter dem Thema "Eiertanz um Fair-Preis-Initiative​​​​​": (luzernerzeitung.​c​h​​​/nachrichten/schw​e​i​​z/​abo/Eiertanz-um​​-​Fa​ir-​Preis-Initi​at​​ive;​art9​641,861​390)​​

Um im Geschäft zu bleiben, genügt es den Grossverteilern, mit den Preisen immer knapp unter der Konkurrenz zu liegen. Von Migros und Coop können wir deshalb keine Hilfe erwarten.

Druck erzeugen können nur allein wir Kundinnen*, indem wir so oft wie möglich so viel wie möglich im Ausland einkaufen. Sind Sie auch dieser Meinung, liebe Leserinnen*? Begründen Sie doch bitte Ihre Antwort! Danke.

 

 Am 12. September 2019 hat dieses aktuelle politische Thema bereits 6000 (!) Leserinnen* erreicht – für mich die Motivation, es fortzusetzen, wie man das in einem BLOG so macht.
 
(* Männer sind mit gemeint; der maskuline Begriff ist ja im femininen bereits enthalten.)

Kommentare von Lesern zum Artikel

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24%
(17 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte October 2016

Die Grossverteiler erschweren es den Kunden auch, herauszufinden, welcher der "normale" und welcher davon der tiefste Preis ist – mit permanenten "Aktionen".

Zu dieser Strategie gehört auch, die Preise von den Produkten zu entfernen. Von einer gesetzlichen Preisanschreibepflich​t haben sie offenbar keine Kenntnis.


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14%
(14 Stimmen)
Georg Bender sagte October 2016

Herr Oberli
Meinen Sie nur die Markenartikel, oder die ganze Bedarfskette?

Ich bin ein Verfechter vom Binnenmarkt, weil diese Bedingungen für unsere Arbeitsplätze massgebend sind! Die grenzübergreifenden Arbeitsplatz- und Gelddiebstähle sind auf lange Sicht ruinös, weil sie das Ziel verfehlen und viele Verlierer zurücklässt. Die Globalisierung sollte nur aus Wissenstransfers bestehen. Aushelfen wenn Not herrscht. Wir haben nur die eine Erde!

Wir importieren ca. 70% der Nahrungskette aus dem Ausland. Warum produzieren wir sie nicht selber? Arbeitsplätze und Lohn- Preisniveau lässt sich einrichten. Kein Land braucht Export um seine Bedürfnisse abdecken zu können. Mit Industrie 4.0 wird die Globalisierung auf einer andere Ebene verlaufen müssen. Die Freihandelsabkommen nimmt die Freiheit. Die Politik in tiefster Agonie?

Gedankensp​iel: Die Import- und Verbraucherpreise werden gesenkt. Glauben Sie allen Ernstes, die Kaufkraft würde zunehmen? Ich meine der Gegenwert der Arbeit/Leistung (zugesprochene Geldration) wird auf lange Sicht nicht erhöht. Es ist alles nur ein Spiel mit klarem Ausgang. Wer hat am Schluss mehr Geld, heisst das Spiel!


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35%
(20 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte October 2016

"In Schweizer Apotheken gibt es Medikamente mit einem Doppelleben. Sie werden unter einem Namen, aber gewissermassen mit unterschiedlichen Vornamen vertrieben. Beispiele sind etwa Fluimucil und Fluimucil Erkältungshusten oder Schmerzmittel wie Spedifen und Dolo Spedifen. Die Absicht der Pharmafirmen ist immer die gleiche: Bei Preis und Werbung mehr herausholen."

http​s://zu.www.vimentis.ch/d​/dialog/readarticle/m​edikamente-gleiches-z​u-ungleichen-preisen/​


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28%
(18 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte October 2016

Die Preisbindung für rezeptpflichtige Medikamente gerät durch das heute gefälltes Urteil des Europäischen Gerichtshofs ins Wanken. Das kann für viele Verbraucher schnell im Geldbeutel spürbar werden. Zu sehen ist das bereits heute auf den Internet-Seiten einiger niederländischer Versandapotheken. Sie Rabatte für Kunden in Deutschland an. Das war verboten, weil es in Deutschland eine Preisbindung gab. Daran sollten sich nach der deutschen Rechtsprechung auch ausländische Anbieter halten. Der Europäische Gerichtshof hat nun entschieden, dass die deutsche Rechtsauffassung nicht zum Nachteil für europäische Anbieter außerhalb Deutschlands wirken darf, weil sie den freien Warenverkehr unzulässig beschränke.

"Verfe​chter der Preisbindung verweisen darauf, dass die bisherige Regelung zum Schutz der Verbraucher getroffen wurde. Zudem wird erwartet, dass ein größerer Wettbewerb innerhalb Europas nicht in allen Fällen zu sinkenden Preisen führen könnte. So könnte beispielsweise ein Angebots-Engpass dazu genutzt werden, die Preise deutlich zu erhöhen – beispielsweise weil bestimmte Schutzimpfungen gerade stark nachgefragt sind, aber nur zwei oder drei Anbieter am Markt sind. Solche Preiserhöhungen waren bisher wegen der Preisverordnung nicht möglich."

(faz.net​/aktuell/wirtschaft/w​irtschaftspolitik/das​-aendert-das-eugh-urt​eil-zur-medikamenten-​preisbindung-fuer-die​-verbraucher-14488641​.html)

Die Klage beim EGH hat übrigens ein europaweit tätiger Medikamentenimporteur​ mit Sitz in der Schweiz eingereicht. Bleibt nur zu hoffen, dass das Urteil auch in der Schweiz zu Preissenkungen für Medikamente führt.


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