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PREISSENKUNGEN DURCH KAUFEN IM AUSLAND ERZWINGEN

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Migros und Coop ma­chen bei der Volks­i­ni­tia­tive für tiefere Preise nicht mit. Weshalb?

Nivea-Hautc​​​​​​​reme, Co­ca-­Cola oder El­mex-­Zahn­pasta – die Kun­den wol­len seit Jah­ren EU-­Prei­se. Aber die Im­por­teure möch­ten wei­ter­hin die hohe Kauf­kraft der Schwei­zer abschöpfen.

Und ausgerechnet jetzt, wo Unterschriften für eine Volksinitiative gegen Preis­diskriminierung​​​​​​​ gesammelt werden, stehen die Grossverteiler Migros und Coop Gewehr bei Fuss. Dabei könnten sie jederzeit radikale Preissenkungen erzwingen. Das wollen sie aber nicht, weil sie dann auch die Preise ihrer Schweizer Produkte radikal senken müssten.

Mehr hier, unter dem Thema "Eiertanz um Fair-Preis-Initiative​​​​​​​": (luzernerzeitung.​c​h​​​​​/nachrichten/schw​​​e​i​​z/​abo/Eiertan​z-​um​​-​Fa​ir-​Preis​-In​iti​at​​ive;​art9​​641​,861​390)​​

Um im Geschäft zu bleiben, genügt es den Grossverteilern, mit den Preisen immer knapp unter der Konkurrenz zu liegen. Von Migros und Coop können wir deshalb keine Hilfe erwarten.

Druck erzeugen können nur allein wir Kundinnen*, indem wir so oft wie möglich so viel wie möglich im Ausland einkaufen. Sind Sie auch dieser Meinung, liebe Leserinnen*? Begründen Sie doch bitte Ihre Antwort! Danke.

 

 Am 15. Dezember 2019 hat dieses aktuelle politische Thema bereits 7000 (!) Leserinnen* erreicht – für mich die Motivation, es fortzusetzen, wie man das in einem BLOG so macht.
 
(* Männer sind mit gemeint; der maskuline Begriff ist ja im femininen bereits enthalten.)

Kommentare von Lesern zum Artikel

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23%
(13 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte October 2016

Hoffentlich eine Zeitungsente, der "dynamische" Preis Lebensmittelgeschäft:​ Eine weitere Variante bestehe darin, den Preis nicht für alle Käufer/innen gleich hoch festzulegen; Kunden, die ein Produkt oft (?) kauften zahlten mehr.

"Schon heute kann es sein, dass Sie an der Kasse mehr für Olivenöl und Pralinés bezahlen als die Dame vor Ihnen in der Schlange. Wenn Sie oft «Fine Food» oder «Sélection» kaufen, hat Sie ein Algorithmus anhand Ihrer Kundenkarte als kaufkräftig eingestuft. Weil Sie die Produkte sowieso kaufen, erhalten Sie anders als die Dame keine Rabatte in Ihrer App angezeigt. Nur wissen Sie davon nichts. (...)"

(nzz.ch/nzz​as/nzz-am-sonntag/per​sonalisierte-preise-r​eiche-bezahlen-mehr-l​d.123606)

In prädigitalen Zeiten stand der Preis noch am Produkt, am Regal oder im Schaufenster angeschrieben, wie es das Gestz vorschreibt. Dann begannen Airlines und Hotellerie sowie die Bahnen im Internet "dynamische" Preise zu offerieren. Die Kunden haben sich also bereits daran gewöhnt, für die selbe Leistung unterschiedliche Preise zu bezahlen. Und nun erreicht dieser Trend offenbar den Handel.

Ich bin gegen die Einführung nicht angeschriebener unterschiedlicher Preise für Viel- und Wenig-Kaufende in den Lebensmittelgeschäfte​n. Sie auch? Begründen Sie doch bitte Ihre Antwort! Danke.


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29%
(17 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte October 2016

Und das meint der Ex-Preisüberwacher Rudolf Strahm:

"Immer wieder wird der Vorwurf des «Landesverrats» gegen jene Einkaufstouristen geschleudert, die im grenznahen Ausland – sei es aus sozialen Gründen oder aus Schnäppchenspielerei – Haushaltskosten einsparen. Dieses Konsumenten-Bashing ist fehl am Platz. Wer im Ausland einkauft, nutzt nur seine Rechte als Konsument.

Die grossen Konzerne haben die Hochpreisinsel längst umschifft, indem sie ihre Einkäufe über ihre ausländischen Töchter abwickeln. Aber kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind neben den Haushaltkonsumenten die echt Bestraften: Sie können nicht für jedes Werkzeug und jedes Ersatzteil ins Ausland reisen. Sie sind auf die Alleinimporteure angewiesen, die ebendiese Lieferungen nur mit dem üblichen Schweiz-Zuschlag von 30 bis 60 Prozent oder mehr vom ausländischen Lieferanten beziehen. (...)"

Offenbar gehe man bei der Wettbewerbskommission​​ nur zögerlich gegen Kartelle vor ...

Mehr unter dem Titel "NZZ und Neoliberale kämpfen gegen tiefere Preise":
(tagesanzei​ger.ch/schweiz/standa​rd/die-profiteure-der​-hochpreisinsel-schwe​iz/story/31756686)


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53%
(17 Stimmen)
Elsi D. Stutz sagte October 2016

Allein Coca-Cola beschäftig in der Schweiz rund 1100 Mitarbeiter an zwei Standorten. Mit Ihrem Aufruf, Herr Oberli, gefährden Sie 1'100 Stellen in der Schweiz! Gleichzeitig sind Sie einer jener, der sich trotz Volksentscheid GEGEN eine Beschränkung der Zuwanderung ausspricht und sogar noch dazu aufruft , zusätzlich Migranten aus der ganzen Welt, bei der illegalen Einreise zu unterstützen, um sie dann der Allgemeinheit zu überlassen.

Und nun der Aufruf, kauft nicht bei Schweizern! Es scheint als wollten Sie Herr Oberli, unser Land mit aller Gewalt, frontal an die Wand fahren. Denn was für Migros und Coop gilt, gilt genauso für jedes andre Schweizer Unternehmen.


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72%
(18 Stimmen)
Franz Krähenbühl parteifrei sagte October 2016

…und die dummen Schweizer merken auch gar nix, dass wir Deutschen sie gelegentlich über den Tisch ziehen...
Das sieht man täglich am Grenzverkehr.

Es gibt da einen wunderbaren Helfer, der immer wieder so tolle Blogs auf Vimentis schreibt.
Blogs die uns Deutschen helfen, den Markt an der Grenze und der grenzüberschreitende Online-Markt den geizigen Schweizern schmackhaft zu machen. Sozusagen ihnen den Speck durch ihre Schnauze zu ziehen...
Ich denke zum Beispiel an das Pouletfleisch und die Eier aus Deutschland.
Eine Umfrage der Deutschen GfS (Gesellschaft für glückliche Schweine) bei den Hühnern hat ergeben, dass deutsche Hühner mir ihrer tiergerechten Behandlung in den Massenbetrieben ausserordentlich zufrieden sind. Dank präventiver Antibiotika und gesunder Kraftnahrung mit Hormonzusatz (pst - Geheimrezept)gibt es kaum Kranke in unserem Hühnerstaat. Salmonellen haben keine Chance mehr, sagt die Oberhenne. Ganz so, wie es unserem Blogger Oberli gefällt, und wie es das grünrote Deutschland so wunderbar anstrebt.

Das lohnt sich die Hühnerei noch. Vielen Dank Herr Oberli.



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25%
(16 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte October 2016

Eine dritte Möglichkeit ist der Einkauf im Internet, so bei Büchern.


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19%
(16 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte October 2016

Noch mehr Druck auf Migros und Coop könnten die Kunden erzeugen, indem sie in der Schweiz SCHARENWEISE zu Aldi und Lidl überliefen, d. h., eine Mehrheit der Kunden müsste abwandern.


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63%
(16 Stimmen)
Hans Knall sagte October 2016

Warum heisst Ihr Blog nicht gleich "Kauft nicht bei Schweizern!", Herr Oberli?


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28%
(18 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte October 2016

Wenn man meinen Blog läse und verstünde, würde man merken, dass ich nur vorgeschlagen habe, durch Einkäufe im Ausland direkt Druck auf unsere Inlandpreise auszuüben.

Ich habe also keine politischen Vorstösse verlangt, die zu staatlichen Eingriffen führen würden, wie es die Initiative "Stopp der Hochpreisinsel – für faire Preise" (Fair-Preis-Initiativ​e) will.

Ich habe nur festgestellt, dass die Grossverteiler auf die Initiative (die auch Druck ausübt) bis jetzt nicht reagieren.


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38%
(16 Stimmen)
Frank Wagner sagte October 2016

Die Idee in der Schweiz EU-Preise einzuführen bzw. sogar politisch erzwingen zu wollen scheint die Bestätigung eines typischen Klischees über Schweizer zu sein: den Fünfer und das Weggli haben zu wollen. Wobei mir bei der Vorstellung politisch erzwungener Konsumentenpreise als Liberaler sowieso die Haare zu Berge stehen würden, wenn ich noch welche hätte. Woher kommt denn die hohe Kaufkraft? Von entsprechend hohen Löhnen. Würde man im Gegenzug zu EU-Preisen EU und Migros erlauben nur noch EU-Löhne zu zahlen?

Es gibt etliche Faktoren für die höheren Preise in der Schweiz, unter anderem auch das es keine Zollunion mit der EU gibt, was Importe verumständlicht und verteuert, schweizer Stromstecker und Bedienungsanleitungen​ in 3 Sprachen bei Elektrogeräten und vieles mehr. Teilweise subventioniert man mit marktgerecht hohen Preisen in wohlhabenden Ländern marktgerecht tiefe Preise in anderen Regionen der Welt. Meinen Sie Medikamentehersteller​ wie Bayer in Deutschland könnten Medikamente für die Ebola-Bekämpfung in Afrika spenden wenn man

Staatlicher Einfluss in Konsumentenpreise (ausser vielleicht für Produkte oder Dienstleistungen der Grundversorgung) ist ein no-go für eine soziale Marktwirtschaft. Auch wenn es unter der Regie des Marktes zu Auswüchsen kommen kann ist das immer noch das kleinere Übel. Preise mit dem Ausland vergleichen und denjenigen im Inland anpassen gab es in Europa ... das war Aufgabe des "Amts für Preise" in der früheren DDR.






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24%
(17 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte October 2016

Die Grossverteiler erschweren es den Kunden auch, herauszufinden, welcher der "normale" und welcher davon der tiefste Preis ist – mit permanenten "Aktionen".

Zu dieser Strategie gehört auch, die Preise von den Produkten zu entfernen. Von einer gesetzlichen Preisanschreibepflich​t haben sie offenbar keine Kenntnis.


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14%
(14 Stimmen)
Georg Bender sagte October 2016

Herr Oberli
Meinen Sie nur die Markenartikel, oder die ganze Bedarfskette?

Ich bin ein Verfechter vom Binnenmarkt, weil diese Bedingungen für unsere Arbeitsplätze massgebend sind! Die grenzübergreifenden Arbeitsplatz- und Gelddiebstähle sind auf lange Sicht ruinös, weil sie das Ziel verfehlen und viele Verlierer zurücklässt. Die Globalisierung sollte nur aus Wissenstransfers bestehen. Aushelfen wenn Not herrscht. Wir haben nur die eine Erde!

Wir importieren ca. 70% der Nahrungskette aus dem Ausland. Warum produzieren wir sie nicht selber? Arbeitsplätze und Lohn- Preisniveau lässt sich einrichten. Kein Land braucht Export um seine Bedürfnisse abdecken zu können. Mit Industrie 4.0 wird die Globalisierung auf einer andere Ebene verlaufen müssen. Die Freihandelsabkommen nimmt die Freiheit. Die Politik in tiefster Agonie?

Gedankensp​iel: Die Import- und Verbraucherpreise werden gesenkt. Glauben Sie allen Ernstes, die Kaufkraft würde zunehmen? Ich meine der Gegenwert der Arbeit/Leistung (zugesprochene Geldration) wird auf lange Sicht nicht erhöht. Es ist alles nur ein Spiel mit klarem Ausgang. Wer hat am Schluss mehr Geld, heisst das Spiel!


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35%
(20 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte October 2016

"In Schweizer Apotheken gibt es Medikamente mit einem Doppelleben. Sie werden unter einem Namen, aber gewissermassen mit unterschiedlichen Vornamen vertrieben. Beispiele sind etwa Fluimucil und Fluimucil Erkältungshusten oder Schmerzmittel wie Spedifen und Dolo Spedifen. Die Absicht der Pharmafirmen ist immer die gleiche: Bei Preis und Werbung mehr herausholen."

http​s://zu.www.vimentis.ch/d​/dialog/readarticle/m​edikamente-gleiches-z​u-ungleichen-preisen/​


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28%
(18 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte October 2016

Die Preisbindung für rezeptpflichtige Medikamente gerät durch das heute gefälltes Urteil des Europäischen Gerichtshofs ins Wanken. Das kann für viele Verbraucher schnell im Geldbeutel spürbar werden. Zu sehen ist das bereits heute auf den Internet-Seiten einiger niederländischer Versandapotheken. Sie Rabatte für Kunden in Deutschland an. Das war verboten, weil es in Deutschland eine Preisbindung gab. Daran sollten sich nach der deutschen Rechtsprechung auch ausländische Anbieter halten. Der Europäische Gerichtshof hat nun entschieden, dass die deutsche Rechtsauffassung nicht zum Nachteil für europäische Anbieter außerhalb Deutschlands wirken darf, weil sie den freien Warenverkehr unzulässig beschränke.

"Verfe​chter der Preisbindung verweisen darauf, dass die bisherige Regelung zum Schutz der Verbraucher getroffen wurde. Zudem wird erwartet, dass ein größerer Wettbewerb innerhalb Europas nicht in allen Fällen zu sinkenden Preisen führen könnte. So könnte beispielsweise ein Angebots-Engpass dazu genutzt werden, die Preise deutlich zu erhöhen – beispielsweise weil bestimmte Schutzimpfungen gerade stark nachgefragt sind, aber nur zwei oder drei Anbieter am Markt sind. Solche Preiserhöhungen waren bisher wegen der Preisverordnung nicht möglich."

(faz.net​/aktuell/wirtschaft/w​irtschaftspolitik/das​-aendert-das-eugh-urt​eil-zur-medikamenten-​preisbindung-fuer-die​-verbraucher-14488641​.html)

Die Klage beim EGH hat übrigens ein europaweit tätiger Medikamentenimporteur​ mit Sitz in der Schweiz eingereicht. Bleibt nur zu hoffen, dass das Urteil auch in der Schweiz zu Preissenkungen für Medikamente führt.


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