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Ist unser Nachwuchs weniger wert?

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Gerade wurde wie­der ein Ar­ti­kel veröffentlich, der mir zu den­ken gibt:

Im Kanton Luzern können Flüchtlinge neu das ABC des Maurerhandwerks lernen. Dass soll der Integration dienen – und dem Mangel an Fachkräften entgegenwirken. Die Flüchtlinge sollen nach dem Lehrgang, der 226 Tage dauert, eine dreijährige Lehre oder eine zweijährige Attestausbildung beginnen können.

Dies wird von Lotteriegeldern finanziert, welche eigentlich für die AHV gedacht wären und diese neuen "Fachkräfte" werden höchstwahrscheinlich anderen die Stelle streitig machen und zusätzlich noch ihre Familie nachholen.

Warum werden keine arbeitslosen jugendliche Schweizer gefördert, die noch keine Lehre machen konnten und inzwischen sogar ausgesteuert worden sind. Die Sozialämter lehnen ja die Finanzierung solcher langfristigen Ausbildungen kategorisch ab.

Wenn in den Flüchtlingsländer nun auch noch bekannt wird, dass man hier seine Ausbildung finanziert bekommt, dann wird der Strom der Flüchtigen nie abreissen...

Wie so oft wird nicht bis zu Ende gedacht...


Kommentare von Lesern zum Artikel

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59%
(17 Stimmen)
Frank Wagner sagte October 2014

Sie haben recht, oft wird nicht zu Ende gedacht.

Zur Zeit herrscht tendenziell eher Lehrlingsmangel in der Schweiz. Im Januar 2014 meldete der Beobachter, das von 95'000 Lehrstellen die 2013 ausgeschrieben wurden jede 11. unbesetzt blieb, bei 3'000 interessierten Bewerbern weniger als im Vorjahr. Die Tendenz geht aufgrund geburtenschwacher Jahrgänge zukünftig noch häufiger als in den letzten Jahren in Richtung "Angebot grösser als Nachfrage". Wer also aktuell langfristig keine Lehrstelle findet hat ein ganz anderes Problem als Konkurrenz aus dem Ausland.

http://ww​w.beobachter.ch/arbei​t-bildung/lehre-studi​um/artikel/lehrlingsm​angel_die-suche-nach-​dem-stift/

Zudem kann man davon ausgehen das man sicher keine Flüchtlinge ausbildet die noch im Asylverfahren stecken. Aufgenommene Flüchtlinge jedoch bleiben häufig viele Jahre in der Schweiz ... möchte man die der Sozialhilfe überantworten oder möchte man sie dahingehend fördern das sie ihren Lebensunterhalt irgendwann selbst verdienen? Flüchtlinge haben es sowieso schon eher schwerer als Schweizer auf dem Arbeitsmarkt.

Zude​m: jeder ausgebildete Facharbeiter der bereits in der Schweiz ist kann dazu führen das kein weiterer Ausländer in die Schweiz einwandert. Wollen wir irgendwann 1 zusätzlichen Einwanderer plus einen sozialhilfeempfangend​en Ex-Asylanten oder lieber einen Ausländer der bereits in der Schweiz lebt sinnvoll beschäftigen und finanziell unabhängig machen?

Gut ausgebildete Leute haben zudem auch Chancen auf dem internationalen Arbeitsmarkt, und vielleicht sogar eher Motivation ins Heimatland zurückzugehen. Evtl. gerade als Maurer vielleicht in ehemalige Bürgerkriegs-Heimatlä​nder zurück um beim Wiederaufbau zu helfen?

Und zu guter letzt: ist "Maurer" wirklich ein so beliebter Beruf bei Schweizer Jugendlichen?

Was meinen Sie, Herr von Teufen: wer hat nicht zu Ende gedacht?


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