Abstimmungen, Initiativen > National > Abstimmung 12. Februar 2017: Die erleichterte Einbürgerung von Personen der 3. Ausländergeneration,

Es geht um die dritte Generation!

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Bundesrat und Par­la­ment möch­ten Aus­län­dern der drit­ten Ge­ne­ra­tion die Mög­lich­keit einer er­leich­ter­ten Ein­bür­ge­rung ge­währen. Kin­der von aus­län­di­schen El­tern, die eben­falls be­reits ein Auf­ent­halts­recht hat­ten, sol­len über das glei­che Ver­fah­ren ein­ge­bür­gert wer­den, wie bei­spiels­weise aus­län­di­sche Ehe­gat­ten von Schwei­ze­rin­nen und Schwei­zern oder aus­län­di­sche Kin­der mit einem Schwei­zer El­tern­teil.

Im Unterschied zum herkömmlichen Einbürgerungsverfahre​n entscheidet der Bund über die Vergabe des Schweizer Passes. Die Wohngemeinde und der Kanton haben ein Rekursrecht. Die Bedingungen für die Einbürgerung werden vereinfacht. So muss eine interessierte Person aus der dritten Generation weniger als 25 Jahre alt sein und mindestens 5 Jahre die obligatorische Schule in der Schweiz besucht haben. Mindestens ein Elternteil muss mehr als 10 Jahre in der Schweiz gelebt haben und natürlich ist eine Niederlassungsbewilli​gung erforderlich. Eine automatische Einbürgerung wird es zu recht weiterhin nicht geben. Ausländer der dritten Generation müssen ein Gesuch stellen, welches geprüft wird und angefochten werden kann. Damit ist sichergestellt, dass die Bewerber tatsächlich über eine enge Verbundenheit mit unserem Land verfügen und Gesuche auch abgelehnt werden können.

Mit dieser Vorlage geben wir bestens integrierten Ausländern die Möglichkeit einer vereinfachten Aufnahme in unsere Gemeinschaft. Ausländer der dritten Generation sprechen unsere Dialekte, sie nehmen am Vereins- und Kulturleben aktiv teil, sie sind bei uns zur Schule gegangen und bereit sich in der Gesellschaft zu engagieren. Diese Menschen sind ein Teil unserer Gesellschaft und breit anerkannt. Sie kennen ihr Ursprungsland vielfach nur von den Ferien. Sie gehören zur Schweiz! Aus diesem Grund sage ich Ja zur erleichterten Einbürgerung für die dritte Generation!


Kommentare von Lesern zum Artikel

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56%
(25 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte January 2017

Herr Martin Candinas, CVP

Es geht nun mal einfach nicht dass Sie - noch Ihre Parteikollegen/Innen der CVP im speziellen - den "Himmel" auf Erden bereits hienieden einrichten könnten, ja müssten, nein zum Glück eben gerade nicht. Wir sind und bleiben zu lange Subjekte & völlig unvollkommene Wesen.

Ethik und Menschlichkeit erfordern viel eher, dass wir JEDEN Menschen in unsere Gemeinschaft aufnehmen, jedoch nur sofern er sich auch S E L B E R darum bemüht und demzufolge auch selber manifestiert durch seinen eigenen Antrieb, nämlich dass er selber dies auch will. Haben wir nicht gerade in jeder Beziehung deshalb unseren freien Willen erhalten? Nur was man sät das kann man später ernten, ein Naturgesetz, sehr gut selber nachvollziebar. Kann und soll man zu seinem Glück denn auch noch gezwungen werden?
Warum wollen Sie denn partout auch hier einfach wieder den "Weihnachtsmann spielen" und wahllos den Schweizerpass als ein Geschenk verteilen?
Muss​ man denn nicht erst fragen was dies bedeutet, beinhaltet? Bedeutet das ROT im Schweizer Pass nicht inhaltlich zutreffend das gleiche ROT wie im BLUT? Diese Blutsbande symbolisiert auch der Spruch der alten Eidgenossen; "Lieber tot als in der Knechtschaft leben, einer für alle, alle für einen". Insofern ist auch das Rot im Schweizer Pass etwas ganz spezielles, verbindendes, nämlich mit seinem Blut für eine Gemeinschaft bereit sein jederzeit einzustehen. Ist diese Bereitschaft nicht im freiwilligen Wehrdienst der Verteidigungsbereitsc​haft wunderbar symbolisiert? Wer drückt sich denn vor diesem Wehrdienst (gemeint sind hier nicht die Eriträer) ? Also nie nur Rechte - wie heute bereits üblich -sondern eben
auch - P F L I C H T E N - akzeptieren. Und Pflichten darf man auch Niemandem zwanghaft aufbürden, weil blutlos, somit wertlos. Wenn sich die vorherigen zwei Generationen schon nicht einbürgerten, was bedeutet denn dies klar? Der Apfel fällt nicht weit vom Stamme z.B. Ja jeder hat das Recht nach seinem eigenen Gusto seelig resp. glücklich zu werden.

Schlussfol​gerung:​

Bedeutet Ihnen Herr Candinas denn der Schweizerpass so wenig, damit sie ihn wie ein gewöhnlicher Blatt Papier so leichtfertig weggeben können?

Sagte der BESTE MENSCHENFREUND denn nicht?:

"Tuet Gutes, aber insgeheim & wer sich an den Wegrand stellt und betet,
der hat seinen Lohn bereits erhalten".

Die kürzesten Wörter,
nämlich "ja" und "nein" erfordern das meiste Nachdenken.

Pythag​​or​as von Samos (um 500 v.Chr.)



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36%
(22 Stimmen)
Helmut Barner sagte January 2017

Ururgrossvater Johann Georg Blocher (1811–1899)[3] war als Pädagoge aus dem Königreich Württemberg eingewandert und 1861 im Kanton Bern eingebürgert worden.

Hätte man doch schon früher nachgedacht.


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64%
(25 Stimmen)
Peter Müller sagte January 2017

Herr Schneider, ich stimme Ihnen zum Teil zu. Auch bei diesem Einbürgerungsvorschla​g gibt es solche aus der dritten Generation, die sich zu wenig an die Gepflogenheiten der Schweiz angepasst haben und die sich eher als Ausländer denn als Schweizer sehen. Das kann nur die Gemeinde und sicher nicht der Bund erkennen. Die Gemeinden haben zwar das "Veto-Recht", es würde aber, aus Gründen der Komplexität des gesamten Ablaufes, kaum in Anspruch genommen. Ich bin skeptisch.

Übrigen​s gibt es viele der dritten Generation, die nicht einsehen, Schweizer zu werden. Das sind dann leider meistens diejenigen, die ich gerne aufnehmen würde. Was heisst das? Ich glaube, dass nur solche Schweizer werden wollen, die nur den roten Pass und die entsprechenden Vorteile wollen.


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71%
(28 Stimmen)
Alex Schneider sagte January 2017

Warum hat sich die 2. Generation nicht einbürgern lassen? Aufnahmeverfahren zu mühsam? Ist doch einfacher und billiger als die Fahrprüfung!


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