Lexikon: Emissionsreduktionszertifikat

Emissionsreduktionszertifikate oder einfach Emissionszertifikate sind handelbare Rechte zum Ausstoss von CO2 oder ähnlichen Schadstoffen. Durch sie soll die Reduktion von Schadstoffemissionen zu volkswirtschaftlich möglichst geringen Kosten organisiert werden.
Der Handel mit Emissionsreduktionszertifikaten wurde zur Umsetzung des Kyoto- Protokolls eingeführt. Dieses sieht vor, den Ausstoss von Emissionen in der Welt zu verringern. Jedes Land erhält eine Anzahl Zertifikate zugeteilt, wobei jedes Zertifikat zur Emission einer bestimmten Schadstoff-Menge berechtigt. Die Staaten können Klimaschutzprojekte in anderen Ländern finanzieren und diese Anstrengung ihrem CO2-Reduktions-Konto gutschreiben lassen. Ausserdem können Staaten ihnen zugewiesene, aber nicht beanspruchte Emissionsrechte verkaufen.
Das Coase-Theorem erklärt, warum durch den Handel mit diesen Emissionsrechten mit den vorhandenen finanziellen Ressourcen die weltweiten Schadstoff-Emissionen so stark wie möglich verringert werden:
In der Schweiz beispielsweise, wo bereits zahlreiche Projekte zur Verminderung des CO2 Ausstosses unternommen worden sind, ist es viel schwieriger und teurer, weiteren CO2 Ausstoss zu verringern als in einem Entwicklungsstaat, in dem noch fast keine solchen Projekte getätigt worden sind. Durch den Handel mit den Zertifikaten wird erreicht, dass die finanziellen Mittel so effizient wie möglich eingesetzt werden.

 

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Artikel wurde am 03.08.2017 aktualisiert


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