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Tier- und Menschenversuchsverbo​t

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Wir haben die eidg. In­itia­tive "Ja zum Tier- und Men­schen­ver­suchs­v​er­bot - Ja zu For­schungs­we­gen mit Im­pul­sen für Si­cher­heit und Fortschritt" im März 2019 mit 123'640 gül­ti­gen Un­ter­schrif­ten ein­ge­reicht.

Als ich angefragt wurde, ob ich in diesem Komitee mitmachen würde, wusste ich eigentlich nichts über die Zustände - wieviele Tierversuche es gibt, ob sie überhaupt erfolgreich am Menschen angewendet werden können und was 3R ist. Eher intuitiv war mir völlig klar, dass dies weder funktionieren kann noch sinnvoll ist.

Viele Menschen glauben, dass ein Stoff, der an einem Tier getestet wurde, anschliessend für einen Menschen sicher sei. Dies ist ein Irrtum! Ganz egal welche Ergebnisse ein Versuch an einer Ratte liefert, das sind nur Aussagen über diese Spezies - es kann sogar ein Unterschied zwischen Labortier und wilddebendem Tier geben. Es ist nicht einmal garantiert, dass eine Wiederholung dasselbe Resultat liefern würde.

Auf unserer Site www.tierversuchsverbo​t.ch werden Tatsachen klargestellt. Ich empfehle jedem sich damit auseinanderzusetzen. Wenn ich die Berichte in den Medien lese, stehen mir ab und zu die Haare zu Berge, ob der raffinierten Berichterstattung, welche äusserst selten den Wert der Tierversuche in der Humanmedizin behandelt. Natürlich gab es auch "Erfolge". Doch diese sind dermassen selten, dass man das mit einer kaputten Uhr vergleichen kann - auch diese zeigt zwei mal am Tag die richtige Zeit an.

Vielleicht erinnern Sie sich an den Conterganskandal in den 1960er Jahren? Föten wurden im Mutterleib verstümmelt, weil die schwangere Frau zellschädigende Medikamente erhielt. Einzig in der Türkei wurde das Mittel nicht zugelassen, weil dort an menschlichen Zellkulturen geforscht wurde und dabei die zellschädigende Wirkung erkannt wurde.

Das heisst, wir könnten schon viel weiter sein, wenn wir den Umweg über die Tierversuche gar nicht gemacht hätten. Dass etliche Forscher am Tierversuch festhalten wollen, hängt u.a. damit zusammen, dass es inzwischen einen ganzen Rattenschwanz an Nutzniessern gibt. Leider wird in der medizinischen Forschung eher auf Quantität (Publizierung in Fachzeitschriften) als auf Qualität (sinnvolle Forschung nach Ursachen) geachtet. Gross werden zu erwartende Heilungsversprechen publiziert - das Desaster wird selten und ganz marginal kommuniziert.

Was ist 3R? Auf diese Methode wird seit 60 Jahren gesetzt. Die drei R stehen für reduce, refine replace (reduzieren, verfeinern, ersetzen) - mit dem Erfolg, dass immer wieder Medikamente zurückgezogen resp. Beipackzettel nachträglich angepasst werden müssen, obwohl Tier- und Menschenversuche stattgefunden hatten. Infos dazu finden Sie auf unserer Homepage www.tierversuchsverbo​t.ch oder auch bei Swissmedics.

 


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