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Die solidarische, ökologische, feministische Linke stärken!

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Es braucht ein Umdenken in Bern

Die solidarische, ökologische, feministische Linke stärken!

Eine wachsende Zahl von Menschen arbeitet befristet, auf Abruf, im Stundenlohn. Aktionäre, Konzerne und Kapital maximieren ihre Gewinne. Prekär Angestellte, kleine Selbständige, Working Poors, viele Kulturschaffende, ältere Arbeitnehmende sind am Limit. Miete und Krankenkasse fressen den Lohn weg. Ausbildung, Kinder, Freizeit, Kultur bleiben auf der Strecke. Das muss sich ändern. Friede, soziale Sicherheit und Klima, Würde und Gerechtigkeit haben Priorität. Darum: Kapitalgewinne, Big Data und Energieverschleiss besteuern, aus fossilen Energien und Atomkraft aussteigen, Waffenausfuhr verbieten. Stopp Rassimus und Hate-Speech in Sport, Schulen, Polizei, Militär und sozialen Medien!

Wende statt Ende

Es ist Zeit für den sozialen und klimagerechten Umbau der Gesellschaft. Dezentral und von den Menschen bestimmt. Hin zu mehr Gemeineigentum (genossenschaftlich und in anderen Formen) und Mitbestimmung in Wirtschaft und Gesellschaft. Die Umwandlung des fossilen Zeitalters braucht die radikale Perspektive der Frauen und der NGOs. Die Grundbedürfnisse der Menschen wie der Natur müssen an die erste Stelle gesetzt werden und nicht die Gewinne von Profiteuren. Ungleichheit und Klimaschutz erfordern Massnahmen aus demokratischen, feministischen und klimagerechten Perspektiven.

Den Klimafolgen begegnen

Die Klimaveränderung gefährdet Prosperität und Zukunft von Inseln, Küstenregionen, Städten und Berggebieten. Umrüsten auf umweltfreundliche Energien fördert klimagerechte Jobs. Kein Ausbau von Versicherungen gegen Klimaschäden, dafür die Subventionierung lokaler, Ressourcen schonender Produktion ohne Langdistanz-Transport​e, Tierfabriken, chemische Düngemittel und Pestizide.

Umverteilu​ng von unten nach oben korrigieren

Prekarisi​erung (Stichwort „Gelbwesten-Protest“)​ prägt das Leben vieler und bringt Instabilität, Populismus und Gewalt. Es braucht politische Gegenmassnahmen in den Alltags-Belangen von Geringverdienenden (Arbeit, Wohnen, Krankenkasse, öffentlicher Verkehr, Service Public). Besteuerung der Kapitalgewinne und der globalen Technologie–Konzerne sowie Energie-Abgaben auf Langdistanz-Transport​e schaffen Ausgleich und stoppen Auslagerung.

Klimawan​del und Migration

Der Klimawandel macht Teile der Welt unwirtlich und führt zu Migrationsbewegungen.​ Andere Ursachen sind neokoloniale Ausbeutung und globales Ungleichgewicht. Das Thema Migration darf nicht rechtsnationaler und rassistischer Politik und Menschenhändlern überlassen werden. Migration muss legal, sicher und gerecht gestaltet sein.

Gleichstellung

Im Kantonsrat verlangte ich im Mai 2018 eine wohl überlegte Quotenregelung. Das Anliegen wurde vom Kantonsrat abgeschmettert. Dann kam der 2. Frauenstreik und meine Forderung wurde von Abertausenden geteilt. Auch der soziale Ausgleich muss stattfinden: Keine Benachteiligung der Frauen und Teilzeitangestellten in der 2. Säule. Es braucht Elternurlaub, staatlich finanzierte Kita’s, Horts und Tagesschulen sowie nach der Kleinkindphase die Frühförderung.

Gerech​te und faire Alternativen

Zu den Risiken der jetzigen Zeit gibt es gerechte, faire und Schritt um Schritt kontrolliert umsetzbare Alternativen: Der demokratische, feministische und klimagerechte Sozialismus behandelt nicht Einzelsymptome. Er bündelt die in der rasch fortschreitenden Klimakrise nötigen Massnahmen zur sinnvollen Perspektive des Systemwechsels.

Wähle​n ist wichtig!

Nach über vier Jahren im Zürcher Kantonsrat will ich mich auf der nationalen Ebene für eine ökologische, lebenswerte Schweiz einsetzen, eine Schweiz mit einer Aussen- und Innenpolitik, die sich an der Menschenwürde sowie am Gemeinwohl innerhalb des Landes und im internationalen Miteinander der Länder orientiert.
In meiner beruflichen Tätigkeit als Regisseurin arbeite ich seit vielen Jahren mit Menschen jeden Alters und verschiedener Herkunft: Mit Migrant*innen, Geflüchteten, mit Schüler*innen, Student*innen und Senior*innen. Die verschiedenen Segmente unserer Gesellschaft kenne ich daher aus der Nähe und eigener Anschauung. Ich verstehe die Sprache, Sorgen und Anliegen dieser Menschen und möchte mich in Bern für sie einsetzen. Ebenso für die internationalen Verpflichtungen unseres Landes, für die humanitäre Schweiz, für Frieden und Klimaschutz weltweit.
Nach dem Frauenstreik und der Streikbewegung der Klimajugend kommt es darauf an, diese Grundwelle in die nationale institutionalisierte Politik zu tragen. Die Kraft dieser vielen Menschen soll nachhaltig werden. Der Wahlherbst 2019 bietet dazu Gelegenheit. Nutzen wir sie mit dem Stimmzettel!

Laura Huonker, 1981, Regisseurin und Kantonsrätin
 
Zu meinen Positionen www.laura-huonker.ch
Zu meiner Arbeit im Kantonsrat www.kantonsrat.zh.ch

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